Neu aufgelegt: Informationsbroschüre für hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen im Landkreis Germersheim

„Was tun, wenn es alleine nicht mehr geht: Hilfe- und Pflegeangebote im Landkreis Germersheim“ heißt die gemeinsam von der Kreisverwaltung, den Pflegestützpunkten, den Mitgliedern der Regionalen Pflegekonferenz und weiteren Kooperationspartner/innen erarbeitete Broschüre, die umfassende Informationen für hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen bietet. Sie ist jetzt in der 2. Auflage kostenlos erhältlich.

Hilfe- und Pflegebedürftigkeit tritt nicht nur mit zunehmendem Alter auf, sondern auch jüngere Menschen und sogar Kinder können, z.B. durch Behinderung, Unfälle oder andere Schicksalsschläge, betroffen sein. „Damit Hilfe und Pflege gelingen kann“, so Landrat Dr. Brechtel, „gibt es im Landkreis Germersheim eine Vielzahl von Angeboten, die zur Unterstützung und Entlastung genutzt werden können.“

So bietet die Broschüre Informationen zu "Beratung, insbesondere auch zu den Pflegestützpunkten, weiteren Anlaufstellen, Selbsthilfe" sowie zum Thema "Hilfe und Pflege zu Hause". Wenn ältere Menschen jedoch nicht mehr in der eigenen Wohnung leben können oder möchten, gibt es verschiedene Alternativen. Neben dem Betreuten Wohnen für Senioren, von denen es sieben solcher Einrichtungen im Landkreis Germersheim gibt, stehen Seniorenheime als Wohnalternative zur Verfügung. Seit einiger Zeit gibt es auch sogenannte ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflege- oder Betreuungsbedarf, in denen hilfebedürftige Menschen in einer kleinen Gemeinschaft zusammen wohnen und leben.

Was kostet mich die Versorgung? Wie kann ich die Pflege bezahlen? Wohin kann ich mich wenden? – Wichtige Fragen, die im Abschnitt „Leistungen der Pflegeversicherung“ und Leistungen der Sozialhilfe bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit" beantwortet werden. In der Broschüre gibt es auch Informationen zur Vorsorge, z.B. Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung und Gesetzliche Betreuung. Unter dem Punkt "Weiteres" werden Themen wie Altenpflegeausbildung und Qualifizierung, Ansprechpartner/innen für Senioren bei den kreisangehörigen Städten und Verbandsgemeinden sowie Sozialverbände angesprochen.

Die Fachkräfte der Pflegestützpunkte berichten aus ihren Erfahrungen mit der 1. Auflage, dass Ratsuchende in der Broschüre gerne lesen. Sie kommen häufig bereits vorinformiert in den Pflegestützpunkt, um dort eine persönliche, auf sie, ihre Bedürfnisse und ihre Situation zugeschnittene Beratung, in Anspruch zu nehmen. „Aber“, betonen Landrat Dr. Brechtel, Sozialdezernent Dietmar Seefeldt und die Fachbereichsleiterin für Soziale Hilfen, Karin Kaltenbach, „die Broschüre soll und kann das persönliche Beratungs- und Informationsgespräch nicht ersetzen. Sie möchte vielmehr ermutigen, die vielfältig vorhandenen Angebote zu nutzen bzw. sich bei Bedarf an die Pflegestützpunkte oder die in der Broschüre genannten Einrichtungen mit ihren Ansprechpartner/innen zu wenden und konkrete Fragen im persönlichen Gespräch zu klären. Der Kreisverwaltung Germersheim, den Pflegestützpunkten, den Mitgliedern der Regionalen Pflegekonferenz und den weiteren Kooperationspartnern ist es wichtig, dass die Bürger/innen schnell und übersichtlich die Informationen erhalten, die sie und ihre Angehörigen benötigen, um ihre Lebenssituation zu meistern.“

Die Broschüre ist kostenlos.

Sie ist verfügbar im Internet unter www.kreis-germersheim.de.

Die Broschüre kann abgeholt werden zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung in Germersheim, Luitpoldplatz 1 (Telefon 07274/530), in den Außenstellen Waldstr. 13a (Telefon 07274/53279) und am Info-Point in der 17er Straße 1 (Telefon 07274/53329).

Nach telefonischer Absprache kann die Broschüre abgeholt werden bei den Pflegestützpunkten: Germersheim, Telefon 07274/7030932 oder 07274/7030177; Rülzheim, Telefon 07272/750342 oder 07272/972968; Kandel, Telefon 07275/9487774; Wörth, Telefon 07271/1320335 oder 07271/1320336.