Apfelsaftaktion Digeno

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Um an leckeren Apfelsaft zu kommen, gibt es mehrere Varianten. Man kann ihn im Laden kaufen. Man kann ihn aber auch selber herstellen, aus Obst von heimischen Streuobstwiesen, dementsprechend „bio“ und absolut wohlschmeckend. Bereits zum zweiten Mal haben sich Arnd Richter von der Digeno, der Dienstleistungsgesellschaft des Landkreises, samt seiner Gruppe arbeitsloser Jugendlicher für die zwar anstrengendere, aber auch befriedigendere zweite Variante entschieden.

Zwei Tonnen Äpfel haben die zehn junge Leute, die bei der Digeno auf das Arbeitsleben vorbereitet werden und dabei zunächst einmal wichtige Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ausdauer lernen müssen, gesammelt. Da die Bäume auf den Wiesen beim landkreiseigenen Weinberg in Diedesheim in diesem Jahr kaum Obst trugen, hatte man die Kollegen im Landratsamt um Mithilfe gebeten. Wer von nicht abgeernteten Apfelbäumen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis wusste oder die eigenen Streuobstwiese zur Verfügung stellen wollte, wurde um Meldung gebeten. Die Resonanz war überaus erfreulich: von Rosenberg bis Obrigheim konnte die Truppe quer durch den Kreis mit ihrem Arbeitsanleiter zur Apfelernte antreten. Vermostet wurde das Obst dann im Hof des Landratsamtsgebäudes in der Scheffelstraße.

Armin Englert aus Gundelsheim erklärte sich trotz der geringen Menge schon zum zweiten Mal bereit, mit seiner Technik nach Mosbach zu kommen und nur für den Materialpreis den Süßmost in praktische Tetrapaks zu füllen. „Ich finde die Aktion einfach gut und mache deshalb diese Ausnahme gern“, so der gelernte Sozialpädagoge.

Fünf Liter fasst ein Tetrapak und da die Technik des Behälters so konstruiert ist, dass immer wieder ein Vakuum gezogen wird, bleibt der Saft auch nach Anbruch mehrere Wochen haltbar und gärt nicht. Erneut mitgeholfen hat auch Peter Vogel, der seine private Obstpresse und den Muser ehrenamtlich zur Verfügung gestellt hat.

Insgesamt 900 Liter konnten so abgefüllt werden. Apfelsaftschorle wird in den nächsten Monaten demnach das bevorzugte Getränk bei der Kollegen von der Digeno sein.