Vernissage zur Ausstellung „Rainer Magold zeigt Coco Chanel“

Erotisch Prickelndes im Schlösschen

Die Vernissage hat über 350 Besucher überrascht und begeistert. Auf zwei Stockwerken präsentiert der Rainer Magold seine Werkschau zu Coco Chanel und Frauen mit Leidenschaft mit über 50 bis zu 2 m großen Gemälden. Schon beim Eingang im 1. Stock grüsst die faszinierende „Coco Nr. 20“, grün-rot mit pulsierender Leidenschaft.

Umrahmt vom Flamenco-Gitarrenduo Jan Pascal & Alexander Kilian eröffnete Heinrich Zier, 1. Vorsitzender Förderverein Schlösschen im Park, stolz die hochkarätige Ausstellung. Kai Adomeit am Piano und Zoltán Onczay am Cello. Bürgermeister Peter Kern berichtete von der Geschichte des Schlösschens und erstaunte mit vielen Gemeinsamkeiten zur Kunst und zu Coco Chanel. Der Höhepunkt des Abends war überraschend anwesende russische Opernsängerin Ella Aradovskaya. Sie erweckte mit Ihrer Carmen-Darbietung die erotischen Bilder des expressionistischen Malers zum Leben. Besonders bedankte sich der Künstler bei Frau Lilo Salten, durch deren unermüdlichen Einsatz und Ihre Veranstaltung diese Ausstellung im Gesamtwert von über 300 000 Euro überhaupt erst möglich wurde. Danach führte Rainer Magold selbst mit vielen spannenden Anekdoten durch die Ausstellung. Ein prickelndes Kunsterlebnis ersten Ranges!

Rainer Magold ist ein Künstler, der wie Coco Chanel, durch den frühen Tod seiner Mutter, ein außergewöhnliches Einfühlungsvermögen für die Leidenschaft faszinierender Frauen besitzt. Mit seiner aktuellen Ausstellung übersetzt er perfekt und dezent die psychologische Komplexität einer der weltweit bekanntesten Mode-Idole. Er widmet sich der dunklen, geheimnisvollen Seite und der hellen, leuchtenden Seele vieler Frauen mit Leidenschaft.

Der expressionistische Künstler Rainer Magold analysiert malerisch die Inkonsistenz von Erscheinung und Wesen, übererotisierte weibliche Attraktivität, Intelligenz und Gefühlskälte, manipulative Fähigkeiten, Machtstreben, selbstbestimmte Sexualität, destruktive Norm- und Gesetzesüberschreitung faszinierender Frauen, die meist auch etwas von einer Femme Fatale besitzen.

Rainer Magold präsentiert in seiner Ausstellung auf begeisternde Weise diesen besonders attraktiven und verführerischen Frauentypus. Sein expressionistischer Malstil zeigt Frauen, die – mit magisch-dämonischen Zügen ausgestattet – Männer erotisch an sich binden. Gleichzeitig verspricht die „Femme Fatale“ dem verführten Mann ein Höchstmaß an Liebeserfüllung, was ihr oft einen äußerst ambivalenten Charakter verleiht. Faszinierende Frauen, von der Femme Fatale über den Vamp bis zum Bad Girl sind das Sujet dieser Show. Rainer Magold zeigt geheimnisvolle und mythische Aspekte faszinierender Frauen auch mit großformatigen Werken aus verschiedenen Epochen seines Künstlerlebens. Er bevorzugt starke Farben oder zurückhaltenden Grautönen um die Bandbreite interessanter Frauen zu erfassen.

Mit seinen abstrakten und figurativen Portraits befreit er die Frauen, so wie die Mode-Ikone, von ihrem glamourösen Stereotyp und vielen strengen Vorurteilen. Ebenso wie Coco Chanel, die Ihrer Zeit voraus war und die Welt veränderte, indem sie die Damenmode aus den Grenzen des Korsetts in den 20er Jahren befreite.
Sehenswert!

Geöffnet: 11. März bis 9. April Mi, und Fr. – So: 15 – 18:00 Uhr, dazu gibt es an jedem Öffnungstermin ein Begleitprogramm (Dichtung, Tanz, Modenschau, Vortrag, Klassik- oder Jazzkonzert), z, B. am Mi. 21.3.12 gibt es Classic& Modern Jazz, Swing, Bossa Nova, Latin,Blues, Broadway Movies, BeBop, vom DUO LENZ & SAILER, internationale Jazz Musiker und am Mi. 28.3.12 überraschen Bürgermeister Peter Kern am Piano und die Opernsängerin Raissa Tscheptscherenko.

Das ausführliche Beiprogramm finden Sie unter http://magold-theexpressionist.blogspot.com/