Landstuhl: Verbandsgemeinde Landstuhl führt Ehrenamtskarte ein

Landstuhl – Als 89. Kommune hat die Verbandsgemeinde Landstuhl die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt. Die Ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei, Ministerialdirektorin Inge Degen, und Bürgermeister Dr. Peter Degenhardt unterzeichneten heute in Landstuhl eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

„In Rheinland-Pfalz und auch hier in Landstuhl sind die Bürgerinnen und Bürger besonders engagiert. Das erleben wir tagtäglich. Dies belegen aber auch die neuesten repräsentativen Zahlen aus dem Freiwilligensurvey eindrücklich. Mit 48,3 Prozent engagierter Bürgerinnen und Bürger liegt Rheinland-Pfalz im Ländervergleich auf Platz eins“, sagte Inge Degen. Es sei ein Herzensanliegen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Deshalb habe sie eine landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen, um gemeinsam mit den teilnehmenden Kommunen den Ehrenamtlichen für ihr Engagement zu danken und ihnen die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen. „Je mehr Städte und Gemeinden bei dem Projekt mitmachen, desto mehr Vergünstigungen können landesweit angeboten werden“, so Inge Degen. Die Vergünstigungsliste sei mittlerweile auf rund 380 Positionen angewachsen. Sie wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde Landstuhl viel Freude bei der Nutzung der Ehrenamtskarte.

Bürgermeister Dr. Peter Degenhardt freute sich darüber, dass die Verbandsgemeinde Landstuhl die erste Kommune im Landkreis Kaiserslautern ist, welche die Ehrenamtskarte einführt. Das gesellschaftliche, soziale, sportliche und kulturelle Leben gerade des ländlichen Raumes sei ohne ehrenamtlich Tätige nicht vorstellbar. Mit der Ehrenamtskarte und den damit verbundenen Vergünstigungen könne man ein kleines Dankeschön an diese Menschen zurückgeben. Er stellte die kommunalen Vergünstigungen in der Verbandsgemeinde vor: Demnach erhalten die Inhaber der Ehrenamtskarte einen Rabatt von 20 Prozent auf den Eintrittspreis eigener Veranstaltungen der Stadthalle Landstuhl, einen Rabatt von 1 Euro auf den Eintrittspreis im Naturerlebnisbad der Verbandsgemeinde und zahlen statt 9 nur 6 Euro Eintritt beim Besuch der Burgspiele. Der Bürgermeister dankte der Sickingenstadt Landstuhl und den Heimatfreunden Landstuhl, dass sie sich an den Vergünstigungen beteiligt haben. Degenhardt kündigte an, dass die Verbandsgemeinde nun umgehend die Vereine bitten werde, Vorschläge für die Ehrenamtskarte zu unterbreiten, man hoffe, noch in diesem Jahr dann die ersten Karten ausgeben zu können.

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 16 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich, ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Die Inhaberinnen und Inhaber der Karte können dann landesweite Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Karte wird von der Staatskanzlei ausgestellt, ist auf zwei Jahre befristet und kann danach erneut beantragt werden. Das Land bietet ebenfalls Vergünstigungen durch landeseigene Einrichtungen und Sonderaktionen an.

Weitere Informationen unter www.wir-tun-was.de.