Förderprogramme zur Sanierung denkmalgeschützter Gebäude greifen

Zwischenbilanz

Wiesbaden – Mit Förderprogrammen unterstützen die Stadt Wiesbaden und die ESWE Versorgungs AG die energetische Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und tragen so dazu bei, die Wiesbadener Klimaschutzziele zu erreichen. Am Mittwoch, 29. Juli 2015, zogen Bürgermeister und Umweltdezernent Arno Goßmann sowie ESWE-Vorstandsmitglied Jörg Höhler Zwischenbilanz.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden fördert mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ Investitionen zur Wärmedämmung, zur Heizungsoptimierung und zur solaren Wärmenutzung mit einem finanziellen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro je Antrag.

„Durch die bisher gewährten Mittel in Höhe von mehr als 600.000 Euro konnten umgerechnet über 2,8 Millionen Kilowattstunden und mehr als 700.000 Kilogramm CO2 eingespart werden“, so Goßmann.

Über 800 Förderanträge seien bereits gestellt worden. 

Das „Förderprogramm zur CO2-Reduzierung“ des ESWE Innovations- und Klimaschutzfonds wendet sich an ESWE-Kunden in Wiesbaden und Umgebung und unterstützt ebenfalls die energetische Sanierung von Gebäuden. Die bisherige Bilanz ist beachtlich, bereits 342 Förderzusagen wurden erteilt mit einem durchschnittlichen Zuschuss von rund 4.600 Euro pro Gebäude. Die Förderhöhe ist abhängig von dem Umfang der energetischen Sanierung und der Anzahl der Wohneinheiten des Gebäudes. Durchschnittlich lassen sich mit diesem Programm 9.200 Kilogramm CO2 pro Jahr und Gebäude einsparen. 

Um der Wiesbadener Gebäudestruktur Rechnung zu tragen, hat der ESWE Innovations- und Klimaschutzfonds  speziell für denkmalgeschützte Gebäude ein weiteres Förderprogramm aufgelegt, welches Zuschüsse bei der energetischen Sanierung gewährt.

„Bei der Förderung werden die besonderen Auflagen durch die Untere Denkmalschutzbehörde und die damit notwendigen Abweichungen von konventionellen Sanierungslösungen berücksichtigt“, erklärt Höhler.

Seit 2007 sind energetische Sanierungen von 71 denkmalgeschützten Gebäuden, darunter auch viele Mehrfamilienhäuser, mit einer Gesamtfördersumme von rund 1,5 Millionen Euro bezuschusst worden. Die CO2-Einsparung der geförderten Sanierungen bewirkt eine Einsparung von insgesamt 1.480.000 Kilogramm CO2 pro Jahr beziehungsweise 20.800 Kilogramm CO2 pro Jahr und Gebäude.

„Der ESWE Innovations- und Klimaschutzfonds leistet mit seinen Förderprogrammen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Höhler.

Informationen und fachliche Unterstützung rund um die energetische Sanierung bieten der kürzlich vom städtischen Umweltamt veröffentlichte Leitfaden „Energetisches Sanieren denkmalgeschützter Gebäude in Wiesbaden“ und der interaktive Online-Sanierungsrechner. 

Rund ein Viertel der Wiesbadener Gebäude stehen unter Denkmalschutz. 18 Prozent wurden schon vor 1918 gebaut und verursachen überdurchschnittlich viel CO2-Emissionen.

„Um die ambitionierten Wiesbadener Klimaschutzziele zu erreichen, ist es daher wichtig, bei der Sanierung dieser älteren Gebäuden anzusetzen“, erklärt Bürgermeister Goßmann.

Sowohl die Stadt als auch die ESWE Versorgungs AG haben die Förderung der energetischen Sanierung im Allgemeinen und auch im Bereich der denkmalgeschützten Gebäude entscheidend vorangebracht.

„Die Programme steigern die regionale Wertschöpfung und senken den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen“, fasste Arno Goßmann zusammen.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen unter:
www.wiesbaden.de Stichwort: Energieeffizient 
http://www.eswe-versorgung.de/umweltschutz/leistungen/innovations-klimas…