Stuttgart: Händler im Südwesten gehen positiv gestimmt ins neue Geschäftsjahr –

STUTTGART – Verband will bei Herausforderungen unterstützend zur Seite stehen Das neue Jahr hält laut einer Umfrage für die meisten Händler in Baden-Württemberg überwiegend Positives bereit. „Unsere Händler sind überwiegend davon überzeugt, dass sie das alte Jahr umsatzmäßig übertreffen können“, betonen Hermann Hutter, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) und HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. „Dranbleiben, besser werden und nie aufgeben“ – das müsse Motto und Pflicht der Händler in Baden-Württemberg sein.

Für eine Vorausschau des neuen Geschäftsjahrs hatte der Verband nach eigenen Angaben landesweit etwa 200 der über 10.000 Verbandsmitglieder befragt. Ergebnis: Knapp 70 Prozent der befragten Händler rechnen mit stabilen oder steigenden Umsätzen in 2019. Auch in Sachen Kundenstrom erwartet die Mehrheit eine stabile bzw. steigende Frequenz (63 Prozent). Ebenfalls nach oben gehen oder zumindest gleich gut bleiben wird nach Meinung der befragten Händler die Stimmung unter den Kunden (80,5 Prozent).

„Die erfolgreiche Beziehung zwischen Händler und Kunde wird auch im neuen Jahr entscheidend für den unternehmerischen Erfolg sein“, sagen Hagmann und Hutter. Mit gemischten Gefühlen blicken die Händler auf das vergangene Weihnachtsgeschäft 2018 zurück. Das Weihnachtsgeschäft insgesamt stuften die meisten Händler als ordentlich ein, nur an den Tagen unter der Woche hätten Frequenz und Umsatz teilweise zu wünschen übrig gelassen. Auf einer Schulnoten-Skala von 1 bis 6 habe das gesamte Weihnachtsgeschäft in der Umfrage alle Noten belegt. Im Durchschnitt gaben die Händler dem Weihnachtsgeschäft die Schulnote 3,1, was den Umsatz betrifft. Große Unterschiede gab es zwischen den Branchen, den Betriebsgrößen sowie zwischen den Standorten.

Geteilter Meinung waren die befragten Händler denn auch bei den Themen Umsatz und Frequenz – sowohl beim Weihnachtsgeschäft selbst als auch bei der Zeit „zwischen den Jahren“ – „die Woche nach Weihnachten zählt für uns längst mit zum Weihnachtsgeschäft“, sagt HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. Jeweils die Hälfte gab an, bei Umsatz und Frequenz gut oder sehr gut abgeschnitten zu haben. Die andere Hälfte bewertete diese Themen nur mit befriedigend oder ausreichend.

Die Adventssamstage Nummer drei und vier (15. und 22. Dezember) seien durchaus positiv verlaufen, so Hagmann. Vor allem der dritte Adventssamstag (15.12.) habe die Erwartungen in Sachen Frequenz und Umsatz weit übertroffen.

„Natürlich hat uns das milde, verregnete Wetter im Weihnachtsgeschäft einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Verbandspräsident Hermann Hutter, „aber mancherorts stellt sich schon die Frage, warum die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum für so wenig Anziehungskraft sorgt.“ Die Renner unter den gekauften Produkten waren wie immer Spielzeug, Kosmetik, Schmuck, Bücher, aber auch hochwertige Küchengeräte und Elektronikprodukte gewesen. Als erstaunlich bewertete der Verband das Interesse an hochpreisigen Pedelecs, E-Bikes und E-Rollern. Das gesamte Weihnachtsgeschäft macht nach Aussage von Verbandspräsident Hutter 20 Prozent vom Jahresumsatz der Händler aus.

Der Handelsverband Baden-Württemberg vertritt die politischen Interessen von über 10.000 Handelsunternehmen in Baden- Württemberg. Der Handel stellt den drittgrößten Wirtschaftszweig dar mit 500.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, ca. 18.000 Auszubildenden und einem Umsatz von ca. 90 Mrd. Euro. Der Verband bietet zudem mit der Dienstleistungsplattform www.handel-scout.de eine Art „Wikipedia“ für den Handel an, welche angereichert mit Partnern aus den einzelnen Dienstleistungsbereichen und deren Wissen, für einzelne Bereiche Lösungen darlegen. Das daran angegliederte Weiterbildungsangebot www.handel-scout-akademie.de setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: Präsenzschulungen und E-Learning.