Gießen: Die Polizei-News

Symbolbild Polizei © cocoparisienne on Pixabay

Gießen: Mit Drogen gehandelt – 44-jähriger Mann festgenommen

(ots) – Ein 44-jähriger Asylbewerber wurde am Donnerstagmittag 02.07.2020 in Gießen festgenommen. Offenbar hatte er zuvor in der Rodheimer Straße mit Drogen gehandelt. Nach der Festnahme stellten die Beamten bei dem 44-jährigen Syrer und später in seiner Wohnung etwa 30 Gramm Drogen sicher. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555.

Gießen: Kontrollen am Dienstag und Donnerstag

(ots) – Mit der Sicherstellung eines Marmeladenglases endeten zwei Kontrollen, die am Dienstag und Donnerstag 02.07.2020 in Gießen bzw. im Landkreis Gießen durchgeführt wurden. Adressat waren zunächst Radfahrer, während am Donnerstag Rollerfahrer genauer unter die Lupe genommen wurden.

Zu Beginn der Woche wurden am Bahnhofsvorplatz und im Altenfeldsweg Radfahrer durch Beamte des Gießener Verkehrsdienstes und der Mitarbeiter der Stadt Gießen überprüft. Insgesamt kontrollieren die Beamten 57 Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen. 15 davon mussten belangt werden, da sie im Fußgängerbereich unterwegs waren. 19 Räder waren nicht verkehrssicher. Mängelkarten wurden ausgestellt.

Am Donnerstag wurden im Stadtgebiet Gießen, in Lich sowie in Hungen, Laubach und Grünberg dann Rollerfahrer angehalten. Sechs der Kontrollierten hatten keine Fahrerlaubnis. Drei Roller waren frisiert. Highlight war ein Roller, der statt der erlaubten 45 km/h 105 km/h fahren konnte. Ein weiterer Fahrer hatte offenbar Drogen zu sich genommen hatte und musste mit zur Blutentnahme.

Die Maßnahmen endeten mit der Kontrolle eines Fußgängers in Grünberg. Der 19-Jährige hatte bei “Rot” eine Ampel überquert. Bei dem Heranwachsenden fanden die Beamten dann etwa 25 Gramm Marihuana, die in einem Marmeladenglas versteckt waren. Auf ihn kommt nun ein Verfahren zu.

Gießen: Kontrollen im Stadtgebiet

Shisha-Bars und Sportbars wurden am Donnerstagabend durch Polizeibeamte kontrolliert. Die Polizeibeamten und Mitarbeiter des Gießener Ordnungsamtes stellten dabei einzelne Verstöße fest. In einer Bar wurden 14 Kilogramm Wasserpfeifentabak wegen des Verstoßes gegen die Abgabeordnung sichergestellt. Zusätzlich kontrollierten die Beamten mehrere Personen.

Gießen: Senior fiel nicht auf Gewinnspielbetrüger herein

“Sie haben 40.000 Euro bei einem Gewinnspiel gewonnen!” – so lauteten offenbar die Worte eines mutmaßlichen Betrügers. Der Unbekannte rief Donnerstagvormittag gegen 10.30 Uhr einen 95-jährigen Mann aus dem Landkreis Gießen an, sprach von einem möglichen Gewinn und dass der Senior zur Abwicklung der Gewinnübergabe einen hohen dreistelligen Eurobetrag überweisen müsse. Der Senior fiel glücklicherweise nicht darauf herein und informierte die Polizei. Die Kripo Gießen gibt dazu folgende Tipps, wie sich Bürgerinnen und Bürger vor solchen Betrügern schützen können:

  • Seien Sie vorsichtig bei Gewinnversprechen, insbesondere dann, wenn die Übergabe an Bedingungen geknüpft ist, zum Beispiel an das Zahlen einer Geldsumme, den Besuch einer Veranstaltung oder den Anruf eines kostenpflichtigen Bezahlkarten.
  • Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: Nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt, was genau Sie gewonnen haben.
  • Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer!
  • Fordern Sie auf jeden Fall eine schriftliche Gewinnbenachrichtigung!
  • Nehmen Sie nur Gewinne an, wenn Sie auch bewusst an einem Gewinnspiel und zwar bei einem seriösen Unternehmen teilgenommen haben. Ein seriöses Unternehmen wird die Gewinnausschüttung niemals an eine Bedingung knüpfen, zum Beispiel an das Zahlen einer Gebühr oder die Teilnahme an einer Veranstaltung!

Prüfen Sie die Seriosität des Anrufers beziehungsweise Absenders. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Polizeidienststelle!

Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn abzufordern, d.h. keine Gebühren bezahlen oder kostenpflichtige Hotlines (Telefondienste) anrufen!

Hungen: Katalysatoren gestohlen

Unbekannte stahlen von einer KFZ-Firma in der Mohastraße insgesamt acht Katalysatoren. Sie montierten zwischen 20.00 Uhr am Mittwoch (01. Juni) und 07.30 Uhr am Donnerstag (02. Juni) das Zubehör ab. Wer hat dort verdächtige Beobachtungen gemacht? Hinweise bitte an die Polizei Grünberg unter 06401/9143-0.

Gießen: Kellerverschlag aufgebrochen

Unbekannte brachen zwischen Sonntag (28. Juni) und Dienstag (30. Juni) den Kellerverschlag eines Mehrfamilienhauses in der Straße“ An der Alten Post“ auf. Wie der Unbekannte in den Keller kam, ist nach ersten Erkenntnissen nicht klar. Aus dem verschlag fehl eine Angel, Angelzubehör, eine Spiegelreflexkamera und einen Funkbissanzeiger im Wert von insgesamt 1.000 Euro. Hinweise bitte an die Polizeistation Gießen-Süd unter 1.000 Euro.

Laubach: Einbrecher kam übers Küchenfenster

In der Beethovenstraße kam es zwischen Freitag (26. Juni) 13.30 Uhr und Donnerstag (02. Juli) 19.00 Uhr zu einem Einbruch in ein Wohnhaus in der Beethovenstraße. Auf bislang unbekannte Weise gelangten Unbekannte auf das Anwesen in der Beethovenstraße und verwendeten eine Leiter aus dem Garten, um über das Küchenfenster einzusteigen. Die Unbekannten durchsuchten die Räume und entwendeten Bilder sowie eine Stereoanlage. Anschließend flüchteten die Täter über die Terrassentür. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Hinweise bitte an die Polizeistation Grünberg unter Tel. 06401/91430.

Verkehrsunfälle:

Gießen: Auf Parkplatz Renault beschädigt

Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer beschädigte zwischen Freitag (26. Juni) 18.00 Uhr und Donnerstag (02. Juli) 18.00 Uhr einen im Leimenkauter Weg geparkten Renault. Der schwarze Clio stand in Höhe der Hausnummer 3 auf einem markierten Parkplatz. Als der Besitzer zu seinem Wagen zurückkam, war dieser am hinteren Kotflügel beschädigt. Der Unbekannte entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um seine rechtlichen Pflichten zu kümmern. Der Schaden wird auf 500 Euro geschätzt. Hinweise bitte an die Polizeistation Gießen Nord unter Tel. 0641/7006-3755.

Gießen: Abbiegeunfall

Zu einem Unfall kam es am Donnerstag (02. Juli) gegen 19.10 Uhr in der Nordanlage. Ein 63-jähriger Mann aus Gießen fuhr mit einem Nissan die Nordanlage aus Richtung Marburg kommend und beabsichtigte in die Rodheimer Straße abzubiegen. Ein zunächst Unbekannter mit einem Lieferwagen befuhr die Geradeausspur in Richtung Westanlage. Als der 63-Jährige abbog, entschloss sich der Unbekannte ebenfalls abzubiegen und wechselte, offenbar ohne auf den Verkehr zu achten, auf die Abbiegespur. Dabei kam es zum Zusammenstoß, bei dem Sachschaden in Höhe von insgesamt 1.800 Euro entstand. Der Unbekannte hielt zunächst an, entfernte sich jedoch nach einiger Zeit vom Unfallort, ohne Austausch von Personalien.

Durch Zeugenhinweise konnte der Unfallverursacher ermittelt werden. Die Ermittlungen führten zu einem34-Jährigem Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis. Hinweise bitte an die Polizeistation Gießen Nord unter Tel. 0641/7006-3755.

Gießen/Rödgen: Außenspiegel touchiert

Offenbar beim Vorbeifahren touchierte ein Unbekannter am Mittwoch (01. Juli) gegen 09.00 Uhr den Außenspiegel eines Opels in der Großen-Busecker-Straße. Der schwarze Corsa parkte in Höhe der Hausnummer 14 am Fahrbahnrand. Der Unbekannte entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um seine rechtlichen Pflichten zu kümmern. Es könnte sich um einen hellen, eventuell silberfarbenen Kombi gehandelt haben. Es entstand nur geringer Sachschaden. Hinweise bitte an die Polizeistation Gießen Süd unter Tel. 0641/7006-3555.

Betrüger am Telefon erbeuteten Vermögen – Reihenweise Anrufe falscher Polizeibeamter – Besondere Zusätze für Marburg und Gießen

Mittelhessen (ots) – Betrüger am Telefon erbeuteten in Gießen und Marburg ein Vermögen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Die Polizei bittet nochmals um ganz besondere Vorsicht, wenn es am Telefon ums Geld oder um sonstiges Vermögen geht. “Legen Sie auf! Rufen Sie den vermeintlichen Anrufer zurück! Wählen Sie dabei bewusst neu! Die Polizei fragt am Telefon weder nach persönlichen Daten noch nach Vermögenswerten und sie kommt nicht, um ihre Wertsachen oder ihr Vermögen mit dem Ziel der Sicherung zu holen. Deponieren oder übergeben sie keine Wertsachen!”

Seit Dienstag 30.06.2020 waren quasi alle Landkreise des Polizeipräsidiums Mittelhessen, also der Lahn-Dill-Kreis, der Kreis Gießen, die Wetterau und der Landkreis Marburg-Biedenkopf betroffen von unzähligen von Anrufen angeblicher, tatsächlich aber falscher Polizeibeamter.

Weit mehr als hundert potentielle Opfer meldeten der Polizei diese Anrufe und ermöglichten so eine frühzeitige Reaktion. Die Dunkelziffer, also die unbekannt gebliebenen Anrufe, dürften um ein Vielfaches höher sein.

Leider waren die Betrüger trotz der sofortigen Präventionsmaßnahmen der Polizei, wie wiederholte Presseinformationen, Warnmeldungen über Hessen WARN und Twitter, Beiträge auf der Internetseite der Polizei Hessen sowie veranlasste Bankenwarnmeldungen mit ihren Betrugsversuchen in zwei Fällen erfolgreich. In einem dritten Fall kamen dem Opfer gerade noch rechtzeitig Zweifel, sodass es nicht zur Übergabe bzw. Deponierung von den bereits abgeholten mehr als 18.000 Euro kam.

Die überwiegende Zahl der Anrufe lief in der typischen Masche. Der Anrufer nannte seinen Vor- und Zunamen, gab sich als Beamter der Kripo aus und benutzte tatsächlich auch polizeitypische Abkürzungen oder Begriffe wie z. K 7 oder Einsatzleiter. Der Anrufer berichtete von der Festnahme von Einbrechern und einem bei ihnen gefundenen Zettel mit den Daten des potentiellen Opfers und dem Hinweis auf das Vorhandensein von Wertgegenständen. Damit beabsichtigt der Betrüger, sein Opfer zu verängstigen.

“Nur wer hier vorsichtig ist und ein gesundes Maß an Misstrauen walten lässt und dann erstmal auflegt, der reagiert richtig. Die Polizei ruft definitiv niemanden an, um über Festnahmen zu berichten oder um persönliche Lebensumstände zu erfragen oder um sich nach Wertgegenständen und deren Sicherung zu erkundigen. Nur wer die Masche der Betrüger kennt, kann sich davor schützen, Opfer dieser Betrüger zu werden.”

Zusatz für Gießen

In Gießen im Wohngebiet zwischen der Nordanlage und Lahn schafften es die Betrüger eine Frau davon zu überzeugen, dass ihre Wertgegenstände im Schließfach nicht mehr sicher seien. Sie überredeten sie, ihr Vermögen abzuholen und an einem Ort zu deponieren, wo es abgeholt werden würde. Tatsächlich holte jemand das hinterlegte Gold, ein Vermögen im Wert von mehreren zehntausend Euro ab.

  • Die ersten Ermittlungen nach dem Betrug ergaben Hinweise auf eine verdächtige Person mit folgender Beschreibung: ca. 25 bis 30 Jahre alt, zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß, korpulent. Dunkle Haare, Bart, heller Hauttyp, helle Kleidung.

Wem ist eine Person mit dieser Beschreibung am Donnerstag, 02. Juli, zwischen 14.35 und 14.40 Uhr im Wohngebiet zwischen der Nordanlage und der Lahn (Steinstraße/Gartstraße/Bootshausstraße/Weserstraße/Nordanlage) aufgefallen? Hinweise dazu bitte an die Kripo in Gießen, Tel. 0641/7006-2555

Aus gegebenem Anlass hier nochmal Hinweise der Polizei

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen!
  • Seien Sie wachsam, misstrauisch und besprechen sich mit einer Vertrauensperson, bevor Sie überhaupt an eine Abhebung von Bargeld oder Überweisung denken oder das daheim gelagerte Geld an Fremde aushändigen!
  • Geben Sie niemals vertrauliche Informationen preis. Behörden und seriöse Unternehmen agieren nicht in dieser Form und fragen niemals am Telefon nach sensiblen Daten.
  • Rufen Sie zurück. Verwenden Sie dabei aber niemals Rufnummern, die man Ihnen mitteilt oder die sie auf dem Display sehen (die könnten gefälscht sein), sondern immer nur die selbst herausgesuchten Telefonnummern. Wählen Sie bewusst neu! Benutzen Sie nicht die Rückruftaste!
  • Wählen Sie die Notrufnummer 110 oder die Festnetznummer der zuständigen Polizei, die Sie im Telefonbuch oder über das Internet ermitteln können.

Hinweise und Tipps zu den Vorgehensweisen und zum Schutz vor Betrügern am Telefon wie z.B.
zu den Betrugsphänomenen Anrufe falscher Polizeibeamter, Enkeltrick oder Schockanrufe finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de oder auf der Präventionsseite unter www.polizei.hessen.de/Prävention.

Geben Sie diese Hinweise mit der Bitte um Weiterverbreitung weiter. Informieren Sie Freunde, Bekannte, Verwandte. “Informieren und instruieren Sie potentielle Opfer, meist ältere Menschen,
wie sie sich bei einem solchen Anruf verhalten sollen!”

„Übrigens, wer den Opfern hier einen Vorwurf machen will, der liegt falsch. Den Vorwurf muss man den perfiden Betrügern machen. Sie sind die Täter! Die Täter schrecken bei der Opfersuche auch vor akademischen Graden nicht zurück. In der Hoffnung, dass diese Menschen nicht mittellos sind,
sondern Vermögen haben, rufen die Täter da oftmals sogar zuerst an.

Die Täter sind rhetorisch äußerst geschickt. Sie wissen auf alles eine Antwort. Sie klingen sehr überzeugend und sogar vertrauenswürdig! Alles was sie sagen, erklären sie und machen es plausibel. Wenn dann ein Opfer Anzeichen für eine Reaktion in ihrem Sinn zeigt, lassen sie diesem durch telefonische Dauerbelagerung, keine Zeit mehr zum Luft holen oder Nachdenken.
Es sind Fälle bekannt, die sich sogar über mehrere Tage hinzogen.“


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