Heidelberg: Stadtnotizen 16.07.2020

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Nachtbürgermeisterin/Nachtbürgermeister für Heidelberg: Noch bis 17. Juli online abstimmen

Noch bis Freitag, 17. Juli 2020, um Mitternacht kann darüber abgestimmt werden, wer in Heidelberg Nachtbürgermeisterin oder Nachtbürgermeister werden soll. Die Online-Abstimmung über alle 19 eingegangenen Bewerbungen läuft unter www.heidelberg.de/buergeramt. Bei zwei der Bewerbungen wollen sich je zwei Interessentinnen/Interessenten die Position teilen. Jeder, der mit abstimmen will, hat eine Stimme. Die Fotos und kurze Motivationsschreiben der Bewerberinnen und Bewerber sind ebenfalls auf der genannten städtischen Homepage zu finden sowie im Stadtblatt vom 8. Juli 2020.

In der Altstadt soll die Lärmsituation befriedet werden. „Konfliktmanagement“ ist deshalb die wichtigste Aufgabe des Nachtbürgermeisters. Er oder sie soll zwischen Anwohnerschaft, Feiernden, der Gastronomie und der Stadtverwaltung moderieren und Konflikte lösen. Die von der Stadt ausgeschriebene Position soll schnellstmöglich besetzt werden.

So geht es weiter:

  • Mittwoch, 22. Juli 2020, 18 Uhr: Öffentliche Online-Vorstellung per Livestream der vier Bewerbungen mit den meisten Stimmen und gegebenenfalls zweier weiterer Bewerbungen, da die Verwaltung ein Vorschlagsrecht hat. Die Kandidatinnen und Kandidaten haben jeweils zehn Minuten Zeit, sich und ihre Ideen zu präsentieren. Die moderierte Präsentation wird im Karlstorbahnhof aufgezeichnet.
  • Freitag, 24. Juli 2020: Die Jury gibt ihre Entscheidung bekannt, welche drei Bewerbungen sie als Empfehlung an den Gemeinderat weitergibt. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Gastro- und Nachtkulturszene, der Jugend- und Studierendenvertretungen sowie der Stadtgesellschaft.
  • Donnerstag, 8. Oktober 2020: Entscheidung des Gemeinderates: Aus den drei geeignetsten Bewerbungen wählt das Gremium in öffentlicher Sitzung die Nachtbürgermeisterin oder den Nachtbürgermeister aus.

Das Anforderungsprofil

Er oder sie sollte möglichst Erfahrung in der Nachtökonomie beziehungsweise Nacht- und Kreativkultur mitbringen. Wesentliche Erfolgsmerkmale sind eine hohe soziale Kompetenz, starke Präsenz in der Altstadt, Akzeptanz bei allen beteiligten Interessensgruppen sowie größtmögliche Unterstützung in der Verwaltung. Verwaltungsintern arbeiten das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft, das Bürger- und Ordnungsamt und das Kulturamt eng zusammen. Die Nachtbürgermeisterin/der Nachtbürgermeister wird auf Honorarbasis in Anlehnung an die Entgeltgruppe 13 des öffentlichen Dienstes tätig sein.


Nach den Sommerferien: Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen – OB Würzner: „Entspricht unserer Empfehlung seit Mai“ / Neue Verordnung für Reiserückkehrer in Kraft

In Baden-Württemberg soll zur Eindämmung des Coronavirus nach den Sommerferien an allen weiterführenden Schulen ab Klasse fünf eine Maskenpflicht gelten. Darauf hat sich die Landeregierung Baden-Württemberg am 14. Juli verständigt. Jeder, der dann auf dem Schulgelände und in den Gebäuden unterwegs ist, muss demnach eine Schutzmaske tragen. Während des Unterrichts soll die Maskenpflicht nicht gelten. „Ich begrüße sehr, dass nun auch die Landesregierung diese Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie ergreift. In Heidelberg haben wir bereits bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebs im Mai genau das dringend empfohlen und hier bei uns auch umgesetzt“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Zum stufenweisen Start des Schulbetriebs in ganz Baden-Württemberg Anfang Mai hatte die Stadt Heidelberg zum Infektionsschutz freiwillig mehr als 56.000 Schutzmasken an die öffentlichen und privaten Schulen verteilt. Damit sollten die Heidelberger Schulen unterstützt werden, die in der Krise mit vielen organisatorischen Herausforderungen konfrontiert waren.

Die Landesregierung hat sich außerdem auf eine Teststrategie für Schulen und Kitas geeinigt, die dem Anliegen des Gesundheits- und Infektionsschutzes an Schulen und Kindertageseinrichtungen Rechnung tragen soll. Demnach soll sich das Personal an Schulen und Kitas im Zeitraum von Mitte August bis Ende September zweimal freiwillig testen lassen können. Das gelte nicht nur für die Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte, sondern auch für Hausmeister, Schulsekretärinnen sowie alle weiteren Beschäftigten. Im Fall einer Corona-Infektion in einer Einrichtung soll es die Möglichkeit geben, dass sich alle dort anwesenden Personen freiwillig testen lassen können – unabhängig davon, ob sie zuvor unmittelbar in Kontakt mit der infizierten Person standen oder nicht.

Maskenpflicht und Teststrategie an Schulen sind Maßnahmen, mit denen sich das Land Baden-Württemberg auf eine mögliche zweite Coronavirus-Welle vorbereitet. Als weiteren wichtigen Schritt vor den Sommerferien hat das Land eine neue Verordnung für Reiserückkehrer erlassen, die seit 15. Juli in Kraft ist. Demnach müssen alle Reisende, die aus einem als Risikogebiet ausgewiesenen Staat zurückkehren, auch weiterhin 14 Tage in Quarantäne. Risikogebiete werden jeweils aktuell vom baden-württembergischen Sozialministerium auf deren Internetseite ausgewiesen. Wer aus einem Risikogebiet nach Heidelberg zurückkehrt, ist verpflichtet, sich beim Ordnungsamt (06221 58-17777 oder E-Mail: corona.ordnungsamt@heidelberg.de) zu melden und sich unverzüglich in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben.


Neue Heizung fast zum halben Preis
 – Nie war ein Einbau günstiger – bis zu 45 Prozent Förderung für klimafreundliche Anlagen

Im Sommer eine neue Heizung einbauen? Das lohnt sich jetzt ganz besonders. Seit 2020 gibt es deutlich erhöhte staatliche Zuschüsse für besonders klimafreundliche Heizungen. Darauf weisen Ralf Bermich vom Umweltamt der Stadt Heidelberg und Dr. Klaus Keßler von der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis, kurz KLiBA, hin. „Nie war es preiswerter, das Klima zu schützen und Energiekosten zu sparen“, betonen sie. Das klimafreundliche Heizen ist ein Baustein des großen Klimaschutz-Aktionsplans, mit dem Heidelberg den Energieverbrauch in der Stadt senken will.

Die aktuellen Konditionen der Förderung

Mit 35 Prozent bezuschusst wird der Umstieg von Gasheizungen auf Anlagen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen (etwa Wärmepumpen oder Holzpelletkessel).
Einen Zuschuss von 30 Prozent gibt es für neue Gasheizungen, die mit erneuerbaren Energien, etwa Solarthermie oder einer Wärmepumpe, kombiniert werden.
Sogar 45 Prozent der Kosten als Zuschuss gibt es für diejenigen, die eine alte Ölheizung durch eine Anlage ersetzen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzt.
Ein neuer Fernwärmeanschluss wird vom Bund mit 20 Prozent gefördert (mehr Informationen sind unter www.kfw.de zu finden).
Details gibt es unter www.bafa.de.

„Die klimafreundlichste Heizung und den höchsten Komfort bietet in Heidelberg ein Anschluss an die Fernwärme. Bereits heute werden 50 Prozent der Fernwärme CO2-frei erzeugt. Die weiteren Schritte sind in Vorbereitung“, erläutert Ralf Bermich.

So günstig ist die neue Heizung

Schnellentschlossene profitieren auch noch von der bis Jahresende um drei Prozent verringerten Mehrwertsteuer. Wer also jetzt in eine neue Heizung investiert, wird mit vergleichsweise geringem Aufwand zum lokalen Klimaschützer. Das zeigt ein einfaches Rechenbeispiel: Wer seine Ölheizung in einem durchschnittlich großen Eigenheim durch eine Anlage ersetzt, die mit erneuerbaren Energieträgern läuft, hat normalerweise Investitionskosten von schätzungsweise 30.000 Euro aufwärts. Mit Förderung und geringerer Mehrwertsteuer verbleiben bei diesem Rechenbeispiel lediglich etwa 17.000 Euro Eigenanteil.

Heidelberg will bis 2050 klimaneutral werden

Heidelberg hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Dazu hat der Gemeinderat im November 2019 einen großen Klimaschutz-Aktionsplan mit ersten 30 konkreten Vorschlägen aufgelegt (www.heidelberg.de/masterplan100). „Eines der größten Einsparpotenziale hinsichtlich Energieverbrauch und Minderung der CO2-Emissionen liegt in energetischen Sanierungen bei Gebäuden“, betont Sabine Lachenicht, Leiterin des Umweltamtes. Nur mit den Investitionen der Heidelberger Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer in Wärmedämmung und Energiespartechnik ist dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.

Kompetente Beratung

Über die optimale Lösung für das jeweilige Gebäude hinsichtlich Technik und Zuschüsse wissen die Energieberaterinnen und Energieberater der KLiBA Bescheid. Die KLiBA berät kompetent und unabhängig Bürger, Gewerbe, Städte und Gemeinden in der Rhein-Neckar-Region zu allen Fragen rund um den effizienten und umweltschonenden Energieeinsatz. Der Kontakt ist möglich über die Energieberatungshotline unter der Telefonnummer 06221 58-18141 und per E-Mail an info@kliba-heidelberg.de. Infos gibt es online unter www.kliba-heidelberg.de.


Siegerentwurf für neue Rad- und Fußwegbrücke 
über den Neckar steht fest – Erster Preis geht an „sbp“, „LAVA“ und „Latz + Partner“ / Ausstellung im Dezernat 16 und online

Sie soll in Zukunft Heidelbergs wachsenden Süden an das Neuenheimer Feld anbinden und die Verkehrswende unterstützen: die neue Rad- und Fußwegverbindung über den Neckar. Jetzt hat das Team „schlaich bergermann partner“ (sbp), „LAVA Berlin“ und „Latz + Partner“ den ersten Preis beim zweistufigen Planungswettbewerb zur Gestaltung der neuen Brücke gewonnen. Die Stadt Heidelberg hatte den Wettbewerb zusammen mit der IBA Heidelberg im Oktober 2018 ausgerufen. Die 15-köpfige Jury unter Leitung von Jürg Conzett (Chur) kürte am 14. Juli 2020 die besten drei Entwürfe. Der Siegerentwurf sieht eine zurückhaltend gestaltete Brücke vor, die mit einer großzügig geschwungenen Linienführung vom Ochsenkopf kommend entlang des östlichen Randes des Gneisenauplatzes durch die Wipfel der weitgehend erhaltenen Bäume führt. Über dem Neckar bietet die Brücke großzügige Sitzgelegenheiten mit Aussicht auf die Stadtkulisse. Sogenannte Neckarbalkone am nördlichen und südlichen Ufer führen direkt über das Wasser.

Ingenieurbaukunst fügt sich sensibel in Stadt und Natur ein

„Die Brücke von sbp, Lava und Latz schafft nicht nur eine reibungslose Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer und Fußgänger, sondern bietet auch neue Aufenthaltsqualitäten und Begegnungsmöglichkeiten an den Orten, die sie verbindet: bei ihrem Auftakt in Bergheim, auf der Brücke selbst und bei ihrer Ankunft am Nordufer. Der Entwurf hat überzeugt, weil er mit großer Genauigkeit und einer ruhigen Eleganz über alle Disziplinen hinweg gestaltet wurde. Das Preisgericht ist deshalb nahezu einstimmig zu dem Beschluss gekommen, dass dies der Beitrag ist, der zur Stadt Heidelberg passt“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck und weist darauf hin, dass 80 Prozent der Kosten von Land und Bund übernommen werden.

Carl Zillich, Kuratorischer Leiter der IBA Heidelberg, freut sich über die hohe gestalterische Qualität der Gewinnerarbeit: „Wir freuen uns, dass mit der sbp-Brücke ein städtebaulich exzellenter Entwurf zum Zuge kommt, der zurückhaltend daherkommt und in Konstruktion sowie Formensprache dem 21. Jahrhundert entstammt. Die neue Rad- und Fußwegbrücke ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende und eine zugkräftige Vernetzung der Wissensorte der Stadt Heidelberg.“

Die Arbeit von sbp hat sich unter insgesamt fünf Beiträgen international renommierter Teams durchgesetzt, die in die zweite Phase des Wettbewerbs gewählt worden waren. Jury-Vorsitzender Jürg Conzett, der zu den anerkanntesten Brückenbauern Europas zählt, erläutert: „Dieser Brückenbau ist eine besonders komplexe Aufgabenstellung. Es gab zahlreiche Aspekte, die berücksichtigt werden mussten. Die Beiträge haben in unterschiedlicher Weise darauf reagiert: vom Skulpturalen bis hin zum Traditionalistischen. Der Siegerentwurf liegt für mich in der Tradition der klassischen Ingenieurbauwerke und passt damit sehr gut zu Heidelberg. Ich bin glücklich über das Resultat.“

Da das Auswahlverfahren in Form eines Realisierungswettbewerbes stattfand, soll der erste oder einer der weiteren Preisträger mit der Umsetzung beauftragt werden. Entscheidungsgrundlage hierfür ist die Diskussion der Wettbewerbsergebnisse im Gemeinderat und die Freigabe einer mittelfristigen Finanzplanung. Das reine Brückenbauwerk ist aktuell mit 17 bis 20 Millionen Euro geschätzt, die Gesamtvorhabenkosten werden auf circa 30 Millionen Euro prognostiziert.

Ausstellung im Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum „Dezernat 16“ und Online 

Alle fünf Entwürfe, die in den Realisierungswettbewerb für die Rad- und Fußwegverbindung gingen, können im Dezernat 16, Emil-Maier-Straße 16, besichtigt werden. Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 19. Juli, wochentags jeweils von 16 bis 20 Uhr und am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Die Abstands- und Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie werden in der Ausstellung eingehalten. Wir bitten diese und die Maskenpflicht entsprechend zu beachten. Die fünf Arbeiten sind darüber hinaus in einer Online-Ausstellung unter www.iba.heidelberg.de einzusehen.

Zweistufiger Planungsprozess mit Bürgerbeteiligung

Der Mehrfachbeauftragung ging eine erste Stufe des Ideenwettbewerbs und eine umfassende Bürgerbeteiligung voran. Im Rahmen einer Beteiligungsveranstaltung und einer Online-Beteiligung hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen und Kommentare zur Aufgabenstellung einzuspeisen. Darüber hinaus wirkten Vertreterinnen und Vertreter aus der Bürgerschaft beratend in der Jury mit. 14 interdisziplinär und überwiegend international aufgestellte Teams hatten ihre Entwürfe im Ideenwettbewerb entwickelt. Fünf davon wählte die Jury für den Realisierungswettbewerb aus.

Gesteuert und begleitet wurde der gesamte Planungsprozess von der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg in enger Kooperation mit dem Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg. Unter dem Leitthema „Wissen schafft Stadt“ ist die IBA von 2012 bis 2022 in der gesamten Stadt aktiv. In dieser Zeit hilft sie, Prozesse und Bauprojekte rund um das Thema „Wissensgesellschaft“ zu initiieren, zu qualifizieren und umzusetzen. Hierzu gehört auch die bessere Anbindung der weltweit angesehenen Wissenschaftslandschaft Im Neuenheimer Feld.

Teil eines zukunftsweisenden Verkehrsnetzes im Rhein-Neckar-Raum

Die Brücke verlängert die geplante Radschnellverbindung von Mannheim nach Heidelberg. Gemeinsam mit der projektierten Gneisenaubrücke über die Bahngleise stellt sie eine Verknüpfung zur vorgesehenen Radschnellverbindung in das Patrick-Henry-Village (PHV) dar. Sie soll den Wehrsteg mittelfristig als Fuß- und Radweg ersetzen. Sowohl am nördlichen Neckarufer wie auch in Bergheim-West werden die Freiräume weiterentwickelt – nicht nur zum Passieren, sondern auch zum Verweilen.

Die drei Siegerentwürfe im Detail

1. Preis
Geschwungene S-Linie, Gneisenaupark und Neckarbalkone

„schlaich bergermann partner“ (Stuttgart/Berlin), „LAVA – Laboratory for Visionary Architecture Berlin“ (Berlin) und „Latz + Partner Landschaftsarchitektur Stadtplanung“ (Kranzberg) schlagen eine zurückhaltend gestaltete Brücke vor, die vom Ochsenkopf kommend entlang des östlichen Randes des Gneisenauplatzes durch die Wipfel der weitgehend erhaltenen Bäume führt. Über dem Neckar bietet die Brücke großzügige Sitzgelegenheiten mit Aussicht auf die Stadtkulisse. Sogenannte Neckarbalkone am nördlichen und südlichen Ufer führen direkt über das Wasser. Überzeugt hat die Jury, dass der Beitrag in einer großen geschwungenen Geste die drei wesentlichen Orte der Wettbewerbsaufgabe verbindet. Die freiräumliche Ausgestaltung bedient sich der gleichen Formensprache und schafft unterschiedliche Orte im Neckarbereich mit verschiedenartiger Qualität, wie etwa Sitzterrassen und Balkone über dem Fluss. Der Gestaltungsvorschlag für den Gneisenauplatz lässt dort einen kleinen geschützten Park entstehen.

2. Preis
Wegegeflecht für direkten Zugang

Das Ingenieurteam „Bergmeister“ aus Vahrn (Italien), „J2M jeckel mayr metz architekten“ aus München und „lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner“ aus München sehen die neue Brücke als Wegegeflecht, das entlang der Hauptverbindung Bahnstadt-Universität weitgehend alle quer verlaufenden Wegerichtungen aufgreift und so allen Radfahrern und Fußgängern einen möglichst direkten Zugang und kurzen Übergang ermöglicht. Die Brücke dient auch als Aufenthaltsfläche: In ihrer Mitte werden Sitzstufen sowie eine Terrasse auf Wasserniveau eingeplant. Die Jury lobt den mutigen Ansatz der radikalen Vernetzung und die Durchgängigkeit des von Polygonen geprägten Gestaltungsansatzes.

3. Preis
Aussichtsplattform am nördlichen Brückenpfeiler

Der Entwurf der Büros „Mayr Ludescher Partner“ (Stuttgart), „DKFS Architects“ (London) und „Prof. Jörg Stötzer Landschaftsarchitektur“ (Stuttgart) sieht eine dezente, niedrig gehaltene Brücke vor. Mit einer Aussichtsplattform in der Flussmitte führt diese leicht diagonal nach Neuenheim. Die nördliche Anlandung will das Team von Mayr Ludescher Partner aufschütten und für eine attraktive Platzgestaltung nutzen. Die Jury lobte die Anpassungsfähigkeit des Konzepts an die lokalen Gegebenheiten und das ebenso einheitliche wie zeitgenössische Erscheinungsbild der Brücke. In Bergheim bietet die Brücke eine Kette von unterschiedlichen Lösungsansätzen an.


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