Heidelberg: Stadtnotizen 14.08.2020

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Verkehrsentwicklungsplan: Konferenzen für Stadtteile und Pendelnde ab 17. September 2020 – Neue Broschüre stellt Ergebnisse vor

Der neue Verkehrsentwicklungsplan (VEP) soll den strategischen Rahmen für alle Heidelberger Verkehrsprojekte bis 2035 bilden. Derzeit wird der VEP neu aufgestellt. Dabei sind die ersten beiden Bausteine abgeschlossen: Eine Situationsanalyse zum Ist-Zustand des Verkehrs in Heidelberg ist erstellt. Die Ziele für den Verkehr und die Mobilität der Zukunft sind festgelegt. Im nächsten Schritt können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen auf sechs Stadtteil-Konferenzen einbringen. Daneben gibt es eine Konferenz für Beschäftigte, die in Heidelberg oder außerhalb Heidelbergs arbeiten und regelmäßig ein- und auspendeln. Sie können ebenfalls ihre Sicht in den Prozess einbringen, denn sie haben einen wesentlichen Anteil am Verkehrsaufkommen der Stadt.

Die vom Gemeinderat im Mai 2020 beschlossenen Ziele des VEP dienen als Grundlage für Szenarien, die gemeinsam entwickelt werden sollen. Die dazugehörigen Ideen – etwa der Ausbau des Carsharings und des Radverkehrs bis hin zum emissionsfreien Nahverkehr – sollen mit Bürgerinnen und Bürgern auf der Pendler- und den Lokalkonferenzen weiterentwickelt werden. Ursprünglich waren diese Termine für April und Mai 2020 angesetzt, die allerdings aufgrund der Pandemie ausfallen mussten. Diese Termine finden nun digital statt. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr.

Termine für Konferenzen

  • Pendlerkonferenz: Dienstag, 22. September 2020
  • Lokalkonferenz Südwest: Kirchheim, Rohrbach: Donnerstag, 17. September 2020
  • Lokalkonferenz Zentrum: Altstadt, Südstadt, Weststadt, Bergheim: Mittwoch, 23. September 2020
  • Lokalkonferenz Südost: Emmertsgrund, Boxberg: Dienstag, 29. September 2020
  • Lokalkonferenz Ost: Ziegelhausen, Schlierbach: Mittwoch, 30. September 2020
  • Lokalkonferenz West: Wieblingen, Pfaffengrund, Bahnstadt: Dienstag, 6. Oktober 2020
  • Lokalkonferenz Nord: Handschuhsheim, Neuenheim: Montag, 12. Oktober 2020

Weitere Informationen über die Konferenzen gibt es im Internet unter www.heidelberg.de/vep. Dort können sich Interessierte anmelden. Vor der Veranstaltung erhalten sie per E-Mail die Zugangsdaten zur Konferenz.

Broschüre fasst Ergebnisse der Situationsanalyse zum VEP zusammen

Den inhaltlichen Hintergrund für die Konferenzen liefert eine neue 42-seitige Broschüre: Sie fasst die Ergebnisse der Situationsanalyse zum VEP zusammen und stellt seine Erstellung in den verschiedenen Phasen samt Bürgerbeteiligung vor sowie dessen Nutzen für die Stadt Heidelberg und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Zudem werden Stärken und Herausforderungen für Verkehr und Mobilität in Heidelberg genannt. Eine Stärke ist die umfangreiche Verkehrsberuhigung in den Wohngebieten, eine andere die hohe Akzeptanz des Fahrrades im Alltag. Zu den großen Herausforderungen zählt der ruhende Verkehr, vor allem hohe Auslastungen der öffentlichen Straßenräume sowie das Gehwegparken.

Die Broschüre wurde von den Gutachtern IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und Systeme und VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH im Auftrag der Stadt Heidelberg erstellt. Sie steht kostenfrei zum Download unter www.heidelberg.de/vep.


Karl oder Carl? – 15 Straßen, Plätze und Brücken tragen diesen Vornamen – Schreibweise basiert auf historischen Überlieferungen

Der Brief geht in die Carl-Benz-Straße – oder doch in die Karl-Benz-Straße? Unter den Heidelberger Straßennamen findet man beide Schreibweisen des Vornamens „Karl/Carl“. So gibt es zehn Straßen, Plätze oder Brücken, die nach einem „Karl“ benannt sind, und fünf Straßen, die sich auf einen „Carl“ beziehen. Darunter finden sich drei Herrscher aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie Unternehmer, Gelehrte und andere, insbesondere aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Bei der Recherche über die richtigen Schreibweisen von Karl oder Carl ergibt sich ein sehr uneinheitliches Bild.

So heißt die Alte Brücke „Karl-Theodor-Brücke“, benannt nach Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz. Sein Name wird sowohl mit „K“ als auch mit „C“ geschrieben, während einer seiner Vorgänger, Kurfürst Karl Ludwig, nach dem eine Straße in der Heidelberger Altstadt benannt ist, fast immer nur mit „K“ geschrieben wird. Für Großherzog Karl Friedrich von Baden, den Namensgeber des Karlsplatzes und der Karlstraße, existiert wiederum auch die Alternativschreibweise mit „C“.

Die unterschiedlichen Schreibweisen lassen sich nicht eindeutig bestimmten Zeiträumen zuordnen. Nach Recherchen des städtischen Vermessungsamtes scheint die Schreibweise „Carl“ im 18. und 19. Jahrhundert modischer gewesen zu sein als „Karl“, die auch parallel verwendet wurde. Besonders, wenn jemand etwas von sich hielt, schien der Name „Carl“ bevorzugt zu werden. Ab Ende des 19. Jahrhunderts dominierte wieder „Karl“, aber auch dabei gibt es Ausnahmen wie beispielsweise Carl Zuckmayer.

Manchmal nutzten Namensträger selbst unterschiedliche Schreibweisen im Laufe ihres Lebens. Zum Beispiel hieß Carl Benz bei Geburt Karl und auch auf seinem Grabstein wird er mit „K“ geschrieben. Im fortgeschrittenen Alter nannte er sich dagegen selbst Carl und ist auch eher unter dieser Variante bekannt, weswegen es in jüngerer Zeit auch andernorts Verwirrung über die richtige Schreibweise gab. Auch den Namen des Unternehmers Carl/Karl Metz gibt es in Heidelberg in beiden Varianten. Sowohl auf seinem Denkmal im Oberen Faulen Pelz als auch auf der Gedenktafel in der Heiliggeiststraße 11 steht „Karl Metz“, auf seinem Grabstein „Carl Metz“.

Straßennamen sind grundsätzlich langfristig angelegt und können Modeerscheinungen ihrer Zeit sein, wozu sicher auch Schreibweisen gehören. Dadurch sind sie selbst mit ihren Schreibweisen identitätsstiftend, unabhängig davon, welche Schreibweise des Namensgebers heute gerade dominiert.

Straßennamen werden nur in Ausnahmefällen geändert

Primär dienen Straßennamen der Ordnung im öffentlichen Raum. Deshalb kommen Änderungen von bestehenden Straßennamen nur in Ausnahmefällen infrage, da dies mit einigem Aufwand für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner verbunden ist und Umstellungsschwierigkeiten über einen längeren Zeitraum mit sich bringen kann. Zu diesen Ausnahmefällen gehört, wenn immer wieder Adressen verwechselt werden und Briefe ihr Ziel nicht erreichen oder wenn die betroffene Straße städtebaulich grundlegend umgestaltet wird und zum Zeitpunkt einer Änderung von Name oder Schreibweise niemand dort wohnt.

Sofern für einen Personennamen verschiedene Schreibweisen in der Literatur parallel existieren, es aber über viele Jahre zu keinen Schwierigkeiten bei der Auffindbarkeit von Adressen oder bei der Postzustellung kam, ist auch eine Änderung von Schreibweisen nicht zu begründen.

In Heidelberg gibt es folgende Orte, die nach den Vornamen „Carl“ oder „Karl“ benannt sind:

  • ​Carl-Benz-Straße
  • ​Carl-Bosch-Straße
  • ​Carl-Friedrich-Gauß-Ring
  • ​Carl-Schurz-Straße
  • ​Carl-Zuckmayer-Straße
  • ​Karl-Christ-Straße
  • ​Karl-Kollnig-Platz
  • ​Karl-Ludwig-Straße
  • ​Karl-Menges-Straße
  • ​Karl-Metz-Straße
  • ​Karl-Philipp-Fohr-Straße
  • ​Karl-von-Drais-Weg
  • ​Karlsplatz
  • ​Karlstraße
  • ​Karl-Theodor-Brücke (Alte Brücke)

Baustellen in und um Heidelberg – Übersicht über aktuelle Baustellen in der Zeit vom 17. bis 23. August 2020

  • A 656: Fahrbahneinengung von vier auf zwei Fahrstreifen wegen Brückenbauarbeiten im Bereich Friedrichsfeld; Umleitungsempfehlung über A 6 oder B 535.
  • Ahornweg/Birkenweg: Sperrung wegen Fahrbahnsanierung bis voraussichtlich Ende August 2020.
  • B 37: Fahrstreifen in Richtung Mannheim gesperrt zwischen Sportboothafen und Theodor-Heuss-Brücke von 3. August bis 11. September 2020. Umleitung über Bergheimer- und Thibautstraße. Notweg für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende auf gesperrtem Fahrstreifen.
  • Bürgerstraße: Installation einer „Bike & Ride“-Anlage auf der Bürgerstraße (Brücke) zwischen Hardtstraße und Max-Joseph-Straße bis voraussichtlich Ende September 2020.
  • Czernyring: Wegen Umbaus des Czernyrings in den Anschlussbereichen Czernybrücke und Montpellierbrücke einspurig in beide Richtungen.
  • Eppelheimer Straße: Auf Höhe alte Eisenbahnbrücke gesperrt, Umleitung über Henkel-Teroson-Straße.
  • Grabengasse/Seminarstraße: Wegen Kanalsanierung, Fernwärmearbeiten und Fahrbahnerneuerung Vollsperrung der Seminarstraße zwischen Grabengasse/Plöck und Schulgasse bis voraussichtlich Ende August 2020; Zufahrt für Anlieger frei, Ausfahrt in die Friedrich-Ebert-Anlage über den kleinen Tunnel möglich, Umleitung ist ausgeschildert.
  • Haberstraße (Zufahrt Rohrbach Süd): Fahrbahnverengung auf Höhe des Einkaufszentrums vom 3. August bis 4. September 2020 aufgrund Verlegung einer Wasserleitung sowie Glasfaser. Gehweg für Fußgänger auf gegenüberliegender Straßenseite frei.
  • Hebelstraßenbrücke: Neubau bis März 2021; Vollsperrung, Umleitung des Kraftfahrzeugverkehrs über die Montpellierbrücke, Umleitung des Rad- und Fußverkehrs über die Liebermannbrücke.
  • In der Unteren Rombach: Private Hochbaumaßnahme auf Höhe Hausnummer 14 mit Straßensperrung bis 31. Januar 2021. Umleitung ist ausgeschildert.
  • Klingenteichstraße: Wegen Stützwandneubau und Straßenbauarbeiten bis voraussichtlich Anfang 2021 ab Hausnummer 32 bis zur oberen Kehre Zufahrt Hotel Molkenkur voll gesperrt; Umleitung über Molkenkurweg, Schloss-Wolfsbrunnenweg und Graimbergweg.
  • Ludolf-Krehl-Straße: Grundausbau sowie Kanal- und Leitungsarbeiten bis voraussichtlich Dezember 2020, abschnittsweise gesperrt.
  • Lutherstraße: Private Hochbaumaßnahme auf Höhe Hausnummer 7 bis voraussichtlich Ende 2020; Vollsperrung im Bereich zwischen Uferstraße und Brückenkopfstraße; umgedrehte Einbahnstraßenregelung in der Brückenkopfstraße; Umleitungen sind ausgeschildert; Gehweg für Fußgänger auf gegenüberliegender Straßenseite frei.
  • Maaßstraße: Wegen Straßenumgestaltung zwischen Wallstraße und Neckarhäuser Straße bis November 2020 für den Verkehr voll gesperrt; Umleitungen für den Auto- und Radverkehr sind ausgeschildert; Fußverkehr wird an der Baustelle vorbeigeführt.
  • Mühlweg: Straßensperrung bzw. halbseitiger Sperrung auf Höhe Hausnummer 1-3 aufgrund einer Bordsteinverlegung bis 4. September 2020. Umleitung ist ausgeschildert. 4. September 2020. Umleitung ist ausgeschildert.
  • Neuenheimer Landstraße: Private Baumaßnahme auf Höhe Hausnummer 48, bis Ende September 2020 wochentags zwischen 9 und 15 Uhr vorübergehend halbseitig gesperrt mit Ampelregelung.
  • Pfaffengrunder Terrasse: In der Bahnstadt entsteht zwischen Gadamerplatz und Promenade ein neuer öffentlicher Platz; die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte 2021.
  • Schulbergweg: Stützmauererneuerung und Tiefbauarbeiten bis Ende September 2021; bis Ende September 2020 zwischen Schönauer Straße und Karl-Christ-Straße gesperrt, Umleitung ausgeschildert; Bushaltestellen Schönauer Straße und Schulbergweg werden nicht bedient.
  • Wilhelm-Grieser-Straße: Wegen privater Hochbaumaßnahmen bis voraussichtlich 28. August 2020 für Auto- und Radverkehr gesperrt; Fußverkehr ist frei.

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