Heidelberg: Die Polizei-News

Symbolbild Polizei, Polizeiwache, Schild © Alexas_Fotos on Pixabay

Heidelberg: Schwerpunktkontrollen des Radfahrverkehrs im Stadtgebiet

Heidelberg (ots) – Neben dem allgemein zunehmenden Fahrzeugverkehr ist trotz
oder gerade wegen der Corona-Situation auch eine deutliche Zunahme des
Radverkehrs zu verzeichnen. Unter die Radfahrer mischen sich verstärkt auch
Pedelec- und „E-Bike“-Fahrer. In der Folge werden ohnehin bekannte
„Problemstellen“ noch stärker frequentiert bzw. belastet. In diesem Zusammenhang
werden auch vermehrt Bürgerbeschwerden an die Polizei herangetragen.

Auch beim Blick in die Unfallstatistik in Heidelberg zeigt sich, dass im
vergangenen Jahr bei 435 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Fahrradfahrern ein
Fünf-Jahres-Höchststand erreicht wurde. Das entspricht einer Zunahme um 15,7 %
zum Vorjahr mit 376 Unfällen. Dabei wurde ein Radfahrer getötet und 346 (2018:
312) Fahrer verletzt, davon 44 schwer.

Nicht nur Kontrollen, wie z.B. im Rahmen der „Aktion plus 5“, haben gezeigt,
dass durch gezielte Überwachung und Aufklärung ein gewisses Gefahrenbewusstsein
unter den Radfahrern zu erzielen ist.

Der Verkehrsdienst Heidelberg hat deshalb am Donnerstagvormittag bei
Schwerpunktkontrollen an mehreren Örtlichkeiten sowie bei mobilen Kontrollen mit
Motorrädern und Fußstreifen das Einhalten der Straßenverkehrsordnung von
Radfahrern überprüft. Insgesamt waren 35 Beamte eingesetzt.

Bei den gesamten Kontrollaktionen wurden 224 Fahrradfahrer überprüft bzw.
beanstandet. Insgesamt mussten 167 Verwarnungen und 57
Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen ausgesprochen bzw. vorgelegt werden.

Die Ergebnisse im Einzelnen*:

  • Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung: 112
  • Befahren von Gehwegen: 51
  • Nichtbeachten des Rotlichts an Lichtzeichenanlagen: 55
  • Nutzung eines Mobiltelefons: 2
  • Mangelhafte lichttechnische Einrichtungen: 38
  • Befahren einer gesperrten Brücke trotz Verbotszeichen: 15
  • Manipulierte Pedelecs: 8

*(Mehrfachverstöße möglich)

Zur Unfallvermeidung bleiben wir deshalb bei unseren Empfehlungen:

  • Machen Sie Regeltreue zu Ihrer Fahrroutine.
  • Fahren Sie an Kreuzungen und Einmündungen defensiv und
    bremsbereit.
  • Achten Sie als Kraftfahrzeugführer beim Abbiegen, Einfahren und
    Aussteigen auf den Schulterblick.
  • Nehmen Sie sich bewusst 5 Minuten mehr Zeit, um defensiv und
    regeltreu an Ihr Ziel zu kommen.
  • Achten Sie Paragraf 1 der StVO, der ständige Vorsicht und
    gegenseitige Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmern
    fordert.

Weitere Tipps erhalten Sie auf www.aktionplus5.de.

Heidelberg-Kirchheim: 23-Jähriger mit Rauschgift angetroffen – Verdacht der Hehlerei

Heidelberg (ots) – Weil die Rahmennummer des E-Bikes eines 23-Jährigen bei einer
Personenkontrolle am Donnerstag gegen 21.45 Uhr in der Breslauer Straße entfernt
worden war, wurde eine Streife aufmerksam. Als bei einer anschließenden
Durchsuchung seines mitgeführten Rucksacks darin ein paar Gramm Cannabis, eine
Feinwaage, Verpackungsmaterial und fast Tausend Euro Bargeld gefunden wurden,
wurde der 23-Jährige festgenommen. In seinen Geldbeutel wurde weiteres
Rauschgift entdeckt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden zwei Aufzuchtanlagen,
über 100 Gramm Cannabis, LSD und weiteres mutmaßliches Dealgeld entdeckt und
sichergestellt. Auch weiteres Verpackungsmaterial und Konsumutensilien wurden
aufgefunden. Nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der
Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. Das von ihm benutzte E-Bike wurde
sichergestellt. Die Ermittlungen der Polizei wegen des Verdachts des Handelns
und Herstellens von Rauschgift in nicht geringen Mengen sowie wegen des
Verdachts der Hehlerei dauern derzeit an.

Heidelberg: Geparktes Motorrad angefahren und von der Unfallstelle geflüchtet – weiteres Auto beschädigt – Zeugen gesucht

Heidelberg (ots) – Zeugen eines Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstag zwischen
11 und 14 Uhr in der Lutherstraße ereignete, sucht die Polizei. Ein bislang
unbekannter Fahrer war vermutlich beim rückwärts ausparken gegen ein Motorrad
gefahren. Dies fiel um auf ein danebenstehendes Auto. Trotz des entstandenen
Gesamtsachschadens von ca. 2.000 Euro entfernte sich der Verursacher unerlaubt
von der Unfallstelle. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden
gebeten sich unter Telefon 06221/45690 beim Polizeirevier Heidelberg-Nord zu
melden.

Heidelberg: Kontroll- und Einsatzmaßnahmen des Polizeipräsidiums Mannheim im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft „Sicher in Heidelberg“

Heidelberg (ots) – Im Rahmen der Partnerschaft „Sicher in Heidelberg“ führte das
Polizeirevier Heidelberg-Mitte am Donnerstagnachmittag im Bereich der Altstadt
sowie am Bismarckplatz Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der
Taschendiebstahlskriminalität durch. An den Maßnahmen waren Polizeikräfte des
Polizeipräsidiums Mannheim und Polizeibeamte der Bereitschaftspolizeidirektion
Bruchsal beteiligt. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf das Präventionsprojekt
„Gelbe Hand“ gelegt und mit zahlreichen Passanten Gespräche geführt, denen zuvor
ein Flyer „Gelbe Hand“ in die Handtasche gelegt worden war. Die Beamten
sensibilisierten unvorsichtige Passanten für das Thema Taschendiebstahl und
gaben wertvolle Verhaltenshinweise. Insgesamt wurden gestern 29 Präventionsflyer
in der Altstadt im Bereich der Fußgängerzone, in Ladengeschäften und auf dem
Wochenmarkt und auch am Hauptbahnhof sowie im ÖPNV unbemerkt platziert und
entsprechend Bürgergespräche geführt. Die Aktion, bei der Beamte in Zivil und in
Uniform eingesetzt waren, stieß in der Bevölkerung auf durchwegs positive
Resonanz.

Über das Projekt „Gelbe Hand“: Das Präventionsprojekt wird gemeinsam durch die
Präventionsvereine und Netzwerkpartner „Kommunale Kriminalprävention
Rhein-Neckar e.V.“, „Sicheres Heidelberg e.V.“ und „Sicherheit in Mannheim e.V.“
getragen. Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema
Taschendiebstahl. Hierbei agieren zivil gekleidete Polizeibeamte wie mutmaßliche
Täter. Doch statt etwas aus einer geöffneten Tasche heraus zu nehmen, wird eine
„gelbe Hand“ in die Tasche hineingelegt und die betroffene Person kurz danach
durch Polizeibeamte in Uniform angesprochen und darauf hingewiesen. Ziel ist,
potenzielle Betroffene von Taschendiebstahl, auf ihre Unachtsamkeit hinzuweisen
und dadurch einen nachhaltigen Lerneffekt zu erzielen. Zielgruppen Besucherinnen
und Besucher von Märkten und ähnlichen Veranstaltungen, unaufmerksame Bürger
beim Flanieren in den Städten, Trägerinnen geöffneter Handtaschen und
Rucksäcke, Radfahrer
innen, welche ihr Gepäck im Fahrradkorb ungesichert
transportieren, Eltern, die ungesicherte Taschen in Kinderwägen mitführen,
Kunden in der Warteschlange an der Kasse in Kaufhäusern oder an Geldautomaten.