Fußball
Erstklassige und zweitklassige Fußballvereine im Ländle (Foto: Pixabay)

Viele Frankfurter Fans zeigten sich enttäuscht, als im Sommer bekannt wurde, dass Publikumsliebling Mijat Gacinovic die Eintracht verlässt und bei der TSG Hoffenheim anheuert.

Der Serbe hatte fünf Jahre für Frankfurt gespielt und war einer der Garanten für den überraschenden DFB-Pokal Triumph 2018. Der 25-Jährige spielt auch für sein Nationalteam sehr erfolgreich. Er wurde mit Serbien U19-Europameister und U20-Weltmeister. Mit dem Schritt nach Hoffenheim möchte er eine nächste Stufe in seiner Karriere erreichen. Der Abschied aus Frankfurt war durchaus tränenreich.

In den Interviews, die Gacinovic nach seinem Wechsel führte, zeigte er eine tiefe Verbundenheit mit der Eintracht und sprach „von der schlimmsten Entscheidung seiner Karriere“. Trotz dieser engen Bindung an den Club, für den er fünf Jahre spielte, möchte er die nächsten Schritte seiner Karriere in Hoffenheim machen. Nach fünf Jahren in Frankfurt möchte er etwas Neues probieren. Unter Trainer Sebastian Hoeneß möchte er zu einem besseren Spieler reifen. Laut eigener Aussagen habe er sich in den letzten Monaten nicht weiterentwickelt und sei stagniert. Er wolle seine Effektivität verbessern, um mehr Tore zu erzielen und auch mehr Tore vorzubereiten.

Gacinovic war trotz seiner für einen Offensivspieler sehr durchschnittlichen Leistungsdaten von 10 Treffer und 18 Vorlagen in 157 Pflichtspielen für Frankfurt bei den Fans sehr beliebt. Er war eine wichtige Figur in entscheidenden Momenten der vergangenen Jahre und hatte das Vertrauen der Fans für sich gewonnen. Dass er trotzdem im Sommer den Club wechselte, hat wohl mit den besseren Erfolgsaussichten zu tun. Während Frankfurt meist im Tabellenmittelfeld steht, sind die Ambitionen der Hoffenheimer deutlich höher. Auch dieses Jahr ist die TSG in der Europa League aktiv und hat durchaus Ambitionen in der Bundesliga um die vorderen Plätze, die zur Teilnahme an der Champions League berechtigen, mitzukämpfen. Sportwettenexperten rechnen Hoffenheim neben Wolfsburg und Gacinovics Ex-Verein Frankfurt die größten Chancen ein, am Ende der Bundesligasaison in den Top 4 zu stehen.

Neben dem sportlichen hat sicher auch der finanzielle Aspekt eine Rolle gespielt. Die TSG Hoffenheim verfügt über ein deutlich höheres Budget für den Kader und kann Gacinovic, der bei den Kraichgauern einen 4-Jahres-Vertrag unterschrieb, ein höheres Gehalt bieten. Der Serbe hat sich bisher bei seinem neuen Verein noch nicht durchgesetzt. Er kommt aktuell als Ergänzungsspieler von der Bank und kann nach sechs Spieltagen lediglich 145 Bundesligaminuten aufweisen.