Kassel: Die Polizei-News

Symbolbild, Polizei, Auto, Fahrbahn, Brücke, Neutral © Buchholz Marcel on Pixabay

Lebensgefährliche Abkürzung – Mann mit Rollator zwingt Zug zu Schnellbremsung

Biedenkopf (Kreis Marburg-Biedenkopf) (ots) – Dank der schnellen Reaktion eines
Lokführers konnte gestern Vormittag (13.7.) ein schwerer Personenunfall
verhindert werden. Ein bislang unbekannter Mann, der zudem noch sehr stark
gehbehindert war, querte mit seinem Rollator verbotenerweise die Bahnstrecke bei
Biedenkopf (Bereich Hüttenstraße) und zwang einen Zug zur Schnellbremsung.

„Ich konnte gerade noch rechtzeitig anhalten und kam etwa vier Meter vor der
Person zum Halten!“, sagte der Bahnmitarbeiter der Bundespolizei.

Nachdem der Unbekannte von dem Lokführer über die Gefährlichkeit seines Handelns
belehrt wurde, verschwand der Mann. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die
Reisenden im Zug wurden von der Schnellbremsung überrascht und kamen mit einem
Schreck davon.

Anschließend konnte die Bahn ihre Fahrt in Richtung Marburg fortsetzen.

Personenbeschreibung:

Der Unbekannte (südländischer Typ), war schätzungsweise 45 Jahre, 1,70-1,75m
groß, hatte schwarze Haare, ein rundes Gesicht, war schwarz gekleidet und stark
gehbehindert.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein
Strafverfahren wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den
Bahnverkehr eingeleitet. Wer Angaben zu dem Mann machen kann, wird gebeten, sich
bei der Bundespolizeiinspektion Kassel unter der Tel.-Nr. 0561 81616-0 oder über
www.bundespolizei.de zu melden.

„Safe Holiday“: Autobahnpolizei führt Kontrollen an A7 zur Steigerung der Verkehrssicherheit in der Reisezeit durch

Autobahn 7 (Nordhessen): Beamte der Polizeiautobahnstation Baunatal haben am gestrigen Dienstag im Rahmen der europaweiten Tispol-Aktion „Safe Holiday“ Verkehrskontrollen an der A 7 zur Steigerung der Verkehrssicherheit in der Reisezeit durchgeführt. Dabei überprüften die fachkundigen Polizisten an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost zwischen 9 und 15 Uhr neun Wohnmobile, sieben Wohnwagen-Gespanne, fünf Sattelzüge sowie drei Lkw. In zwei Fällen mussten sie Verfahren wegen technischer Mängel an Fahrzeugen einleiten und den Fahrern vorübergehend die Weiterfahrt untersagen. Besonders gefährlich war dabei die Fahrt eines ungarischen Sattelzuges. Am Auflieger war einer der Reifen so stark beschädigt, dass dieser bei der Fahrt ohne Weiteres hätte platzen können (siehe Foto). Der 47 Jahre alte Fahrer aus Ungarn durfte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem er den beschädigten Reifen gewechselt und eine Sicherheitsleistung gezahlt hatte. Ihn erwartet nun ein Bußgeld von 110 Euro. Darüber hinaus leiteten die Beamten bei anderen Lkw-Fahrern drei Anzeigen aufgrund von Verstößen gegen Sozialvorschriften wegen Fahrens ohne Fahrerkarte, Fahrens ohne Kontrollgerät und eines Verstoßes gegen das Kabotagegesetz ein. Hier drohen hohe Bußgelder in einem vierstelligen Bereich.

Führerschein reichte nicht für gemietetes Wohnmobil

Besonders unerfreulich endete die gestrige Kontrolle für einen der angehaltenen Wohnmobilfahrer. Der 27-Jährige aus dem Main-Taunus-Kreis war mit einem gemieteten Fahrzeug unterwegs, für das er allerdings keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Das Wohnmobil hat eine zulässige Gesamtmasse von 4.250 Kilogramm, der 27-Jährige hätte mit seiner Führerscheinklasse B nur ein Fahrzeug mit maximal 3.500 Kilogramm fahren dürfen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ebenso wie den Fahrzeughalter wegen des Zulassens dieser Fahrt. Erfreulich war aus Sicht der Autobahnpolizisten, dass sie an diesem Tag keinerlei mangelhafte Ladungssicherung oder Überladung bei Wohnmobilen oder Wohnanhängern verzeichnen mussten. Für die meisten Angehaltenen ging die Fahrt daher anschließend verkehrssicher und ohne Beanstandungen weiter.

Weitere Informationen zu der Aktion „Safe Holiday“ finden Sie auch auf der Internetseite der Polizei Hessen unter: https://k.polizei.hessen.de/270663335.

Geparkten Ford Transit angefahren und geflüchtet: Polizei sucht Zeugen

Kassel-Brasselsberg: Die Ermittler der Unfallfluchtgruppe der Kasseler Polizei suchen nach Zeugen eines Unfalls, der sich in der Zeit zwischen Donnerstagmorgen, 7 Uhr, und Montagnachmittag, 15 Uhr, im Kasseler Stadtteil Brasselsberg ereignete. Ein Mann aus Kassel hatte seinen roten Ford Transit in diesem Zeitraum in der Schauenburgstraße, Ecke Firnsbachstraße, auf einem Parkplatz abgestellt. Am Montagnachmittag entdeckte er den erheblichen Unfallschaden von über zwei Metern Länge an der rechten Fahrzeugseite des Kastenwagens. Vom Verursacher des Schadens in Höhe von rund 3.000 Euro, der vermutlich beim Ein- oder Ausparken gegen den Ford gestoßen war, fehlte jedoch jede Spur.

Zeugen, die den Unfall möglicherweise beobachtet haben oder den Ermittlern Hinweise auf den geflüchteten Verursacher geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Diebe stehlen Katalysatoren von geparkten Autos: Zeugen gesucht

Kassel-Nord und -Rothenditmold: Offenbar auf das Konto ein und derselben unbekannten Täter gehen die Diebstähle von Katalysatoren an drei abgestellten Autos am Kasseler Henschelplatz und Mercedesplatz am gestrigen Dienstag. Die mit den weiteren Ermittlungen betrauten Beamten der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei sind auf der Suche nach Zeugen.

Zunächst waren die Beamten des Polizeireviers Nord am gestrigen Nachmittag von einem Mercedesbesitzer zum Henschelplatz, Ecke Struthbachweg, gerufen worden. An seiner dort abgestellten C-Klasse und einem weiteren geparkten 3er BMW hatten die Täter mit einem unbekannten Schneidewerkzeug die Verbindungsstücke der Abgasanlagen durchtrennt und jeweils die Katalysatoren entwendet, nachdem die Fahrzeuge vermutlich mit einem Wagenheber angehoben wurden. Hierdurch entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von mehreren Hundert Euro an den beiden Pkw. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ereigneten sich die Taten in der Zeit zwischen 08:30 und 12:45 Uhr.

Eine weitere Diebstahlsanzeige erstattete eine Autobesitzerin am späten Nachmittag bei der Polizeistation in Wolfhagen. Ihr in Kassel am Mercedesplatz geparkter VW Polo war in der Zeit zwischen 08:30 und 15:30 Uhr von unbekannten Tätern zunächst aufgebockt worden. Anschließend schnitten die Unbekannten mit mitgebrachtem Werkzeug den Katalysator heraus und entwendeten ihn. Mit ihrem Vorgehen richteten die Diebe einen Schaden von rund 500 Euro an dem Auto an.

Zeugen, die am gestrigen Dienstag im Bereich der Tatorte verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Täterhinweise geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.

Seniorin wird Opfer von „Zetteltrick“: Kripo bittet um Hinweise auf Trickdiebe

Kassel-Rothenditmold: Dreiste Trickdiebe haben am gestrigen Dienstagmittag eine hochbetagte Seniorin in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Kasseler Stadtteil Rothenditmold bestohlen. Unter dem Vorwand, einen Zettel für eine Notiz an eine Nachbarin zu benötigen, gelangte ein Mann in die Wohnung der hilfsbereiten Rentnerin. Sein Komplize durchsuchte währenddessen unbemerkt das Wohnzimmer und erbeutete einen fünfstelligen Bargeldbetrag. Erst später bemerkte die Seniorin, dass sie bestohlen worden war. Die Ermittler der EG SÄM der Kasseler Kripo, die für Vermögensstraftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, suchen nach Zeugen, die Hinweise auf die Trickdiebe geben können.

Wie die Seniorin am gestrigen Dienstagnachmittag gegenüber den aufnehmenden Polizisten des Reviers Nord angab, ereignete sich die Tat in dem Haus in der Wolfhager Straße, gegenüber der Brandaustraße, gegen 13:10 Uhr. Ein Mann hatte an ihrer Wohnungstür geklingelt und sich nach der Nachbarin erkundigt. Der Unbekannte gab vor, dass diese leider nicht zu Hause sei und fragte das Opfer nach einem Zettel, um eine Nachricht hinterlassen zu können. Die Seniorin ließ den Mann daraufhin in die Küche ihrer Wohnung. Währenddessen hatte sich mindestens ein Komplize unbemerkt durch die angelehnte Wohnungstür hereingeschlichen, das Wohnzimmer heimlich durchsucht und das Bargeld aus einem Schrank gestohlen. Kurz nachdem der Täter mit dem Zettel die Wohnung verlassen hatte, sah das Opfer aus dem Fenster einen wartenden Mann vor dem Haus, bei dem es sich möglicherweise um den Mittäter handelte. Der mutmaßliche Komplize trug ein weißes gestreiftes Polohemd, eine dunkle lange Hose und eine schwarze Umhängetasche. Von dem Trickdieb, den die Rentnerin in ihre Küche ließ, liegt folgende Beschreibung vor:

  • 25 bis 30 Jahre alt, 1,70 Meter groß, dicke/ übergewichtige
    Statur, kurze schwarze Haare, dunkler Teint, trug ein pinkes
    Hemd mit Muster.

Zeugen, die am gestrigen Dienstag im Bereich des Tatorts verdächtige Personen beobachtet haben und den Ermittlern der EG SÄM Hinweise auf die Täter geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.