Mainz: Die Polizei-News

Symbolbild, Polizei, Blaulicht © on Pixabay

Seniorin wird Opfer von Callcenter-Betrugsmasche

Mainz-Gonsenheim (ots) – Freitagmittag erhielt eine Mainzer Seniorin einen
Anruf, angeblich durch die Polizei. Man erklärte ihr, dass ihre Tochter bei
einem Verkehrsunfall ein Kind getötet und dessen Mutter schwer verletzt habe.
Als Kaution sollte sie schnellstmöglich 150.000 EUR bezahlen. Der Anruf wurde
sodann an den angeblichen Rechtsanwalt der Tochter weitergeleitet. Dieser teilte
ihr mit, dass er seine eigene Tochter bei der Mainzerin vorbeischicken würde, um
das Geld und sämtliche Wertgegenstände für die Kaution abzuholen.

Die Übergabe fand um 12:30 Uhr statt. Die Tochter der Seniorin, die kurz darauf
wohlbehalten bei ihrer Mutter vorbeikam, alarmierte schließlich die Polizei. Der
entstandene finanzielle Schaden für die Seniorin beläuft sich im niedrigen
sechsstelligen Bereich.

Täterbeschreibung der Abholerin:

  • weiblich
  • ca. 1,55-1,60 m groß
  • dunkle Haare
  • helle Haut
  • schwarz gekleidet
  • Basecap
  • Mund-Nasen-Schutz

Zeugenaufruf: Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird
gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-3633 in
Verbindung zu setzen.

Mehrere Einbrüche im Stadtgebiet Mainz und Nieder-Olm

Mainz (ots) – Im Zeitraum vom 10.03 bis 13.03. kam es im Stadtgebiet Mainz zu
fünf Einbrüchen, zwei fehlgeschlagenen Versuchen und zu einem weiteren Einbruch
in Nieder-Olm.

Am Donnerstag kam es um 23:00 Uhr zu einem versuchten Einbruch in ein
Mehrfamilienhaus in der Mainzer Altstadt. Eine Bewohnerin hörte ein Rumpeln und
Rütteln. Als sie aus ihrer Wohnung schaut, sah sie einen jungen Mann mit
schwarzer Jacke und heller Kapuze, der sich an der Hauseingangstür zu schaffen
machte. Der junge Mann flüchtete anschließend unerkannt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde auf eine Baustelle in der Mainzer
Altstadt eingebrochen. Wie der/die unbekannten Täter sich Zugang zu der
Baustelle verschafften, ist Gegenstand der Ermittlungen. Entwendet wurde
verschiedenes Werkzeug mit fünfstelligem Wert.

In der gleichen Nacht wurde ebenfalls in der Mainzer Altstadt versucht in eine
Bar einzubrechen. Der/die unbekannten Täter scheiterten jedoch am Aufhebeln
eines Fensters und ließen dann von dem Einbruchsversuch ab.

Am Nachmittag des Samstags wurden in der Mainzer-Oberstadt und in Ober-Olm
unabhängig voneinander drei Einbrüche in Kellerabteile von Mehrfamilienhäusern
festgestellt. Es handelte sich um aufgebrochene Kellerverschläge aus Holzlatten.
In allen drei Fällen wurde nichts entwendet. Die Tatzeiträume waren nicht näher
einzugrenzen.

Samstagnacht wurden drei Lagerhallen in Mainz-Gonsenheim angegangen. In einer
der Hallen wurde Werkzeug von niedrigem dreistelligem Wert gestohlen. Weiteres
Stehlgut ist noch nicht bekannt.

Am Sonntag kam es zwischen 09:35 und 13:00 Uhr zu einem Einbruch in eine
Souterrainwohnung in Mainz Hartenberg-Münchfeld. Unbekannte Täter verschafften
sich durch das Einschlagen eines Küchenfensters Zugang zu der Wohnung des
Mehrfamilienhauses. Was entwendet wurde, muss noch ermittelt werden.

In der Nacht von Sonntag auf Montag kam es um 01:36 Uhr zu einem Einbruch in die
Räumlichkeiten einer Genossenschaft in der Mainzer Oberstadt. Durch eine Zeugin
wurden zwei Täter dabei beobachte, wie sie ein Fenster des aufhebelten und in
das Gebäude einstiegen. Die beiden Täter konnten jedoch noch vor Eintreffen der
Polizei flüchten. Auch hier muss das Stehlgut noch ermittelt werden.

In allen Fällen wurden die vorhandenen Spuren gesichert. Die Ermittlungen dauern
an.


Zeugenaufruf: Wer sachdienliche Hinweise zu einem der genannten Fälle geben
kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131
65-3633 in Verbindung zu setzen.

Raubüberfall am Schillerplatz

Mainz-Altstadt (ots) – Als ein 20-jähriger Mainzer am Samstagabend gegen 21:00
Uhr an der Haltestelle „Schillerplatz“ auf den ÖPNV wartete, wurde er von einem
unbekannten Täter überfallen.

Der 20-Jährige wollte seiner kleinen Schwester gerade etwas Bargeld geben, als
ein Mann an ihm vorbeiging und ihm Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Der
20-Jährige ließ das Bargeld daraufhin zu Boden fallen. Diese Gelegenheit nutzte
der Angreifer, hob das Geld auf und rannte damit in Richtung Münsterplatz davon.

Der 20-Jährige wurde vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt.

Täterbeschreibung:

  • männlich
  • ca. 40 Jahre alt
  • schlank
  • helle Haare
  • helle Haut
  • dunkle Jacke und Hose

Zeugenaufruf: Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird
gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 65-3633 in
Verbindung zu setzen.

Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2021 in Mainz vorgestellt: Höchste Aufklärungsquote der Polizei seit 50 Jahren

Mainz (ots) – Die positive Entwicklung der letzten Jahre mit einem
kontinuierlichen Rückgang der Straftaten setzt sich weiter fort. Laut
Polizeilicher Kriminalitätsstatistik (PKS) 2021 gingen die Straftaten mit
217.305 Fällen im Vergleich zum Vorjahr (2020: 230.304) um 12.999 Fälle zurück,
eine Abnahme von 5,6 Prozent. Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen
Verstöße waren in der Gesamtschau im Jahr 2021 insgesamt 211.521 Taten und damit
14.340 (-6,3 Prozent) weniger als im Vorjahr zu verzeichnen. „Seit 1992 ist das
der niedrigste Wert. Gleichzeitig stieg die Gesamt-Quote der von der Polizei
aufgeklärten Fälle mit 66,7 Prozent auf den höchsten Wert seit 50 Jahren und
damit auf den historischen Höchststand seit Einführung der Statistik. Das ist
auch im Bundesvergleich ein sehr guter Wert und Beleg für die erfolgreiche
Polizeiarbeit in Rheinland-Pfalz“, sagte Innenminister Roger Lewentz

Einmal mehr ging auch die Häufigkeitszahl zurück, die Zahl, die aufzeigt, wie
viele Menschen pro 100.000 Einwohner Opfer einer Straftat werden. Sie reduzierte
sich im Vergleich zum Vorjahr um 324 auf 5302 Fälle. Die Zahl der ermittelten
Tatverdächtigen sank im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 4207 auf 98.874.
„Dieses vergleichsweise äußerst positive Ergebnis ist auch durch Einflüsse der
Corona-Pandemie wie Lockdowns geprägt, spiegelt allerdings auch den Trend der
Jahre zuvor wider. Das wird beispielsweise bei den Wohnungseinbrüchen deutlich“,
so Lewentz. Seit dem Jahr 2015, in dem sich noch 7125 dieser Taten in
Rheinland-Pfalz ereigneten, sinkt die Zahl kontinuierlich. Intensive Bemühungen
des Landeskriminalamtes und der Polizeipräsidien diese Taten zu bekämpfen und zu
verhindern, zahlten sich aus. Im Berichtsjahr 2021 wurden 1874 Fälle
registriert. Das waren 753 oder 28,7 Prozent weniger als 2020. „Das ist ein
historischer Tiefststand und die niedrigste Zahl beim Wohnungseinbruchsdiebstahl
seit Einführung der bundeseinheitlichen PKS im Jahr 1971“, betonte der Minister.
Rund die Hälfte der Fälle (54,5 Prozent) seien im Versuchsstadium geblieben, was
erfreulich sei. „Das dokumentiert auch, dass sich Sicherungsmaßnahmen am
Wohneigentum auszahlen“, hob er hervor. In 2021 hat die Gewaltkriminalität im
Vergleich zu 2020 nochmals deutlich abgenommen und liegt nun bei 7031 Fällen.
Das sind 874 (-11,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die
Aufklärungsquote weiter gestiegen. „Damit wird deutlich, dass Gewalttäter
keineswegs unerkannt davon kommen“, betonte Lewentz. Vor dem Hintergrund der
besonderen Situation in der Pandemie war auch bei der vorherigen Statistik zum
Jahr 2020 ein genauer Blick auf mögliche negative Entwicklungen im häuslichen
Kontext geworfen worden. „Im Jahr 2021 hat die Polizei insgesamt 8243 Fälle von
Gewalt in engen sozialen Beziehungen und damit 449 weniger als im Vorjahr
registriert. 2020 waren es noch 8692 Fälle. Mit 5893 Fällen ist das häufigste
Delikt in diesem Bereich die Körperverletzung. In 7186 Fällen ereigneten sich
die Taten in einer Wohnung“, erläuterte Johannes Kunz, Präsident des
Landeskriminalamtes.

Auch der Subventionsbetrug als Teil der Wirtschaftskriminalität dürfte von der
Pandemie beeinflusst sein. Er stieg im Jahr 2021 deutlich an und zwar um 204 auf
325 Fälle. „Ganz wesentlich waren hier Straftaten im Zusammenhang mit der
Beantragung und Auszahlung von Corona-Soforthilfen. Zum Beispiel wenn ein Antrag
gestellt wurde, obwohl sich derjenige bereits vor der Pandemie in
wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand“, sagte Lewentz. Daneben sei die Polizei
zunehmend mit gefälschten und unrichtigen Impfausweisen befasst gewesen. Hier
wurden im Jahr 2021 insgesamt 95 Fälle und damit 73 Delikte mehr als im Jahr
zuvor erfasst.

Ein kontinuierlicher Anstieg bei Straftaten im Internet (nicht zu verwechseln
mit „Cybercrime“) bekam durch die Pandemie weiteren Auftrieb. „Konkret sind für
die Anstiege von internetbezogenen Delikten besonders Straftaten gegen die
sexuelle Selbstbestimmung und hierbei vor allem die Verbreitung, der Erwerb, der
Besitz und die Herstellung kinderpornografischer Schriften ursächlich“, so
LKA-Präsident Kunz. Diese Fälle hätten um 1019 (+111,1 Prozent) auf 1936 Fälle
zugenommen, was mit einer deutlich gestiegenen Zahl sogenannter NCMEC-Verfahren
zusammenhänge. Das „National Center for Missing and Exploited Children“ ist die
US-amerikanische Organisation, die Verdachtsfälle von über Social Media bzw.
Messenger-Diensten verbreiteten kinder- und jugendpornographischen Schriften an
die betroffenen Staaten meldet. Viele dieser Sachverhalte entstehen
beispielsweise durch das Teilen entsprechender Dateien in jugendlichen
Chatgruppen. „Straftaten gegen Polizistinnen und Polizisten, Angehörige der
Feuerwehr sowie der sonstigen Rettungsdienste und damit auf diejenigen, die zu
jeder Tages- und Nachtzeit im Dienst für die Gesellschaft sind, bewegen sich
leider weiter auf einem zu hohen Niveau, denn jeder Fall ist einer zu viel“, so
der Innenminister. Insgesamt verzeichnet die PKS in 2021 1553 Fälle gegen
Polizeibeamtinnen und -beamte. Das sind 162 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang
ist insbesondere auf weniger Widerstandshandlungen (-10,4 Prozent)
zurückzuführen. Angehörige der Rettungsdienste wurden 114 Mal angegangen, was
einen leichten Anstieg um vier Fälle bedeutet. Gewalt gegen Angehörige der
Feuerwehr wurde in vier Fällen registriert. Die Auswertungen der Polizeilichen
Kriminalstatistik des Jahres 2021 und der Vorjahre sind in tabellarischer Form
im Internet abrufbar unter: http://s.rlp.de/SU1

Graffiti Bahnhof Guntersblum mit Täterfestnahme

Am 12.03.2022, um 21:25 Uhr, teilte ein Zeuge der Polizei mit, dass zwei weibliche Personen eine Wand des Bahnhofes in Guntersblum besprühen würden. Die eingesetzten Beamten konnten eine 13- jährige aus Dolgesheim und eine 20-jährige aus Worms in der Nähe des Bahnhofes hinter einem Altkleidercontainer antreffen. Bei ihnen konnte eine Spraydose aufgefunden werden. Nach erfolgter Personalienfeststellung und Anzeigenaufnahme wurde die 13-jährige an eine erziehungsberechtigte Person übergeben und die 20-jährige entlassen. Die Ermittlungen hinsichtlich der entstandenen Schadenshöhe dauern noch an.

Fahren ohne Versicherungsschutz

Sprendlingen, 13.03., St. Johanner Straße, 21:30 Uhr. Bei der Durchführung einer stationären Verkehrskontrolle wurde ein E-Scooter-Fahrer auf dem Fußweg bemerkt. Bei Erblicken des Streifenwagens verringerte er seine Geschwindigkeit und begann, den Roller weiter mit dem Bein zu bewegen. An dem E-Scooter waren weder Versicherungskennzeichen und noch FIN-Nummer angebracht. Dem 18-Jährigen wurde die Weiterfahrt untersagt, der Roller wurde sichergestellt.

KAT-Diebstahl an Kfz

Bingen, 13.03., Stefan-George-Straße, 12:30 Uhr. Ein Mann meldete den Diebstahl des Katalysators an seiner Mercedes A-Klasse. Er hatte sein Fahrzeug am Vortag morgens auf dem Naheparkplatz abgestellt. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen!

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Bingen, 13.03., Mainzer Straße, 15:25 Uhr. Eine 57-Jährige und ihr Ehemann waren mit ihrem E-Bike aus Stadtmitte kommend unterwegs. Auf Höhe des Campingplatzes „Bauer Schorsch“ missachtete die Frau die Vorfahrt eines durch das Viadukt kommenden PKWs. Sie bremste so stark ab, dass sie mitsamt Fahrrad auf die rechte Seite fiel. Sie erlitt Verletzungen an Arm und Schulter, ihr Fahrradhelm hatte Schlimmeres verhindern können.

Sachbeschädigung

Bingen, Park am Mäuseturm, 12.03., 04:00 – 13.03., 10:00 Uhr. Die Mäuseturm-Parkaufsicht meldete eine Sachbeschädigung an einem Geräteschuppen der Kirche im Park. In diesem werden Sitzgelegenheiten für Gottesdienste gelagert. Die Polizei bittet um Täterhinweise.