Frankfurt am Main: Die Polizei-News

Symbolbild Funkstreifenwagen Polizei (Foto: Holger Knecht)
Symbolbild Funkstreifenwagen Polizei (Foto: Holger Knecht)

Frankfurt-Kalbach-Riedberg: Alkohol am Steuer – Ungeheuer

Frankfurt (ots) – (hol) Gestern Nachmittag eskalierte ein eigentlich banaler
Verkehrsunfall aufgrund der Trunkenheit des Unfallverursachers und dessen
Beifahrerin. Am Ende schlugen zwei beschlagnahmte Führerscheine und u. a. eine
Strafanzeige wegen vers. gefährlicher Körperverletzung zu Buche.

Gegen 16:20 Uhr standen ein VW Touran und ein Mercedes Viano in dieser
Reihenfolge vor der Ausfahrtschranke des Parkhauses am Riedbergplatz. In beiden
Fahrzeugen saß jeweils ein Ehepaar. Der 39-jährige Fahrer des VW fuhr oder
rollte dann rückwärts und kollidierte mit dem dahinter wartenden Mercedes,
wodurch ein Schaden entstand. Doch anstatt seinen Pflichten als
Unfallbeteiligter nachzukommen und auszusteigen, um die Personalien
auszutauschen, schickte sich der Fahrer an, mit seinem Auto von der Unfallstelle
zu flüchten. Die 44-jährige Beifahrerin aus dem Mercedes wollte dies verhindern,
indem sie sich vor den VW stellte. Doch der 39-Jährige ließ sich davon nicht
beeindrucken, fuhr trotzdem an und lud die Frau auf seine Motorhaube auf.
Anschließend versuchte er, sie durch den Wechsel von Gas und Bremse wieder
abzuwerfen, jedoch ohne Erfolg. Schließlich gelang es der Frau, selbstständig
von der Motorhaube abzusteigen. Sie blieb unverletzt. Zwischenzeitlich traf die
Polizei vor Ort ein und stellte den Unfallfahrer. Der Grund für seinen
Fluchtversuch war dann auch schnell klar: Er stand erheblich unter
Alkoholeinfluss. Noch während der Sachverhaltsaufnahme durch die Streife stieg
die Beifahrerin und Ehefrau des Betrunkenen plötzlich ins Auto ein und parkte
dieses um, obwohl auch sie augenscheinlich betrunken war. Dieser Verdacht
bestätigte sich anschließend, als die Dame einen Atemalkoholwert von mehr als
1,7 Promille pustete. Die Konsequenz: Auch bei ihr veranlasste die Polizei eine
Blutentnahme, beschlagnahmte ihren Führerschein und leitete ein Strafverfahren
wegen Trunkenheit am Steuer ein.

Gegen ihren Mann wird wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom
Unfallort, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter
gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Hinweis der Polizei:

Die Frankfurter Polizei wird Ihre Kontrollen im Stadtgebiet zur Steigerung der
Verkehrssicherheit in den kommenden Tagen aufgrund der bevorstehenden
Faschingszeit noch einmal erhöhen. Sie appelliert, trotz aller Narretei, die
Vernunft im Straßenverkehr walten zu lassen und sich nicht alkoholisiert ans
Steuer zu setzen, um letztlich sich selbst und andere nicht zu gefährden.

Frankfurt-Innenstadt: Angriff mit mutmaßlich queerfeindlichem Hintergrund – Zeugenaufruf

Frankfurt (ots) – (hol) Am frühen Samstagmorgen griffen zwei Unbekannte zwei
Angehörige der queeren Szene in der Bleichstraße an. Zuvor waren die beiden
Parteien in einer Szenelokalität schon verbal aneinandergeraten.

Gegen 04:25 Uhr verließen ein 19-Jähriger und seine 36-jährige Begleiterin das
Szenelokal „Pink Bar“ in der „Alte Gasse“, weil sie einer Auseinandersetzung
eigentlich aus dem Weg gehen wollten. In dem Lokal sei es nach Angaben der
beiden zu einer verbalen Streitigkeit mit zwei unbekannten Männern gekommen, in
deren Verlauf einer der beiden Männer zu der 36-Jährigen sagte, dass sie
aufgrund ihres Aussehens „keine richtige Frau“ sei. Vorangegangen sei dem Ganzen
ein vermeintliches Schubsen im Club. Das Duo lief von der „Alte Gasse“ über die
„Bleichstraße“ in Richtung „Eschenheimer Tor“. In der „Bleichstraße“, Höhe
Hausnummer 17, wurden die beiden dann von den besagten Männern eingeholt und mit
Schlägen traktiert. Anschließend flüchteten die Täter in Richtung „Eschenheimer
Tor“.

Die beiden Attackierten erlitten leichte Verletzungen, die noch vor Ort durch
einen Rettungswagen versorgt wurden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher
Körperverletzung und sucht Zeugen.

Täterbeschreibungen:

Beide männlich, 18 – 19 Jahre alt, schwarze Haare, ca. 170 cm groß und schlank.
Beide waren komplett weiß gekleidet und sprachen Deutsch mit einem nicht näher
bekannten Akzent.

Sachdienliche Hinweise nimmt das 1. Polizeirevier unter 069 / 755-10100 oder
jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Frankfurt-Innenstadt: Mann zeigt Hitlergruß – Festnahme

Frankfurt (ots) – (hol) In der vergangenen Nacht zeigte ein Mann in einem
Schnellrestaurant nahe der Konstablerwache den Hitlergruß und äußerte sich
antisemitisch. Eine Fußstreife der Frankfurter Polizei nahm ihn daraufhin fest.

Kurz nach Mitternacht bat ein Sicherheitsmitarbeiter des Schnellrestaurants in
der „Große Friedberger Straße“ eine vorbeikommende Fußstreife um Hilfe. Die
Beamten waren anlässlich der Maßnahmen zum Schutz vor queerfeindlichen
Übergriffen im dortigen Bereich eingesetzt. Der 41-jährige Mitarbeiter des
Sicherheitsdienstes gab an, einen Mann vor dem Betreten der Fast-Food-Filiale
beim Zeigen des Hitlergrußes beobachtet zu haben. Anschließend habe der Mann die
Filiale betreten und ihn gefragt, ob er Jude sei. Aufgrund dessen habe er, der
Sicherheitsmann, ihn der Örtlichkeit verwiesen. Allerdings sei der Mann, der
eine Deutschlandarmbinde am Oberarm trug, kurz darauf wieder zurückgekommen,
habe erneut den Hitlergruß gezeigt und antisemitische Beleidigungen und
Drohungen ausgesprochen. Anschließend habe er sich in die Schlange zum Bestellen
gestellt, wo er aktuell noch immer warte.

Die Einsatzkräfte betraten daraufhin sofort das Schnellrestaurant, nahmen den
Mann fest und brachten ihn ins Polizeipräsidium. Bei ihm handelt es sich um
einen 46-jährigen Frankfurter, der stark alkoholisiert war. Die Polizei leitete
Strafverfahren wegen Volksverhetzung, Bedrohung und des Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen ihn ein. Nach Abschluss der
strafprozessualen Maßnahmen wurde er nach Hause entlassen.

Frankfurt-Berkersheim: Die Polizei – Dein Freund und Helfer

Frankfurt (ots) – (hol) Ein falschgeparktes Auto, eine eingeschlagene Balkontür
und ein geretteter 82-Jähriger – so entwickelte sich ein Polizeieinsatz wegen
eines verkehrswidrig geparkten Autos am Freitagnachmittag im Stadtteil
Berkersheim. Aber der Reihe nach:

Gegen 17:00 Uhr ging beim 14. Polizeirevier eine Beschwerde über ein Fahrzeug
ein, dass in der Straße „Am Schieferstein“ so abgestellt worden sei, dass nun
niemand mehr daran vorbeikäme. Diese Mitteilung deckte sich mit der
Feststellung, die die entsandte Streife vor Ort traf: Ein Auto war halb auf dem
Gehweg, halb auf der Straße geparkt und behinderte den Verkehrsfluss erheblich.
Über das Kennzeichen ermittelten die Beamten zügig den Besitzer des Autos und
dessen Adresse, mithilfe angetroffener Nachbarn lokalisierten sie zudem noch
dessen Wohnung in dem Mehrparteienhaus. Nur: Auf Klingeln und Klopfen öffnete
niemand. Die Polizisten wussten jedoch, dass ein Verantwortlicher zuhause sein
musste, schließlich hatte eine Nachbarin diesen beim Abstellen des Autos und dem
Betreten des Wohnhauses beobachtet und dies den Beamten gegenüber geäußert. Also
blieben die beiden hartnäckig und hörten an der Wohnungstür ganz genau hin. Und
tatsächlich nahmen sie Geräusche wahr, die auf die Anwesenheit eines Menschen
schließen ließen. Kurzerhand versuchten die Oberkommissarin und ihr Kollege über
Fenster und Balkon einen Kontakt herzustellen, um so eine Abschleppung des Autos
und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für den Verantwortlichen
abzuwenden. Diese Maßnahme sollte sich als goldrichtig herausstellen, denn sie
verhinderten damit noch viel erheblichere Unannehmlichkeiten als ein
abgeschlepptes Auto. Durch die Balkontür erkannten die Polizisten einen auf
einer Couch liegenden, krampfenden Mann, der offensichtlich sofort medizinische
Hilfe benötigte. Sie forderten einen Rettungswagen über Funk an, schlugen die
Glasscheibe der Balkontür ein und leisteten Erste Hilfe.

Der 82-jährige wurde nach Eintreffen der Rettungskräfte weiter versorgt und in
ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Offenbar befand er sich bereits beim
Abstellen seines Autos in einem schlechten Gesundheitszustand. Mit seinem
Autoschlüssel, den er in seiner Jacke bei sich trug, parkte die Polizei sein
Auto um und beseitigte die Verkehrsbehinderung auf diese Weise.

Frankfurt-Preungesheim: Polizei nimmt Randalierer fest

Frankfurt (ots) – (hol) Am Freitagmorgen (10.02.23) zerstörte ein Mann die
Glasscheibe eines Fahrradunterstandes am Gravensteiner Platz. Die Polizei nahm
einen Tatverdächtigen im Rahmen der Fahndung fest.

Gegen 09:00 Uhr teilte ein Zeuge der Polizei über Notruf mit, dass er soeben
beobachtet habe, wie ein Mann aus einer Gruppe von etwa 10 Personen heraus die
seitliche Scheibe eines Fahrradunterstands am Gravensteiner Platz, gegenüber der
dortigen U-Bahnhaltestelle, zerstört habe und nun weiter randaliere.
Unverzüglich entsandte die Polizei mehrere Funkstreifen zum Tatort. Die
Einsatzkräfte trafen vor Ort jedoch nur auf den Anrufer und Zeugen, von dem
Vandalen fehlte auf dem belebten Platz zunächst jede Spur. Im Rahmen der sofort
eingeleiteten Fahndung gelang es den Streifen mithilfe der guten
Personenbeschreibung, die die Zeugen übermittelt hatten, einen 40-jährigen
Tatverdächtigen im Nahbereich festzunehmen.

Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung gegen ihn ein und
setzte ihn nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.