Marburg-Biedenkopf: Die Polizei-News

Symbolbild, Blaulicht, Zivilfahrzeug (Foto: Holger Knecht)

Zugbegleiterin während Fahrscheinkontrolle sexuell belästigt und beleidigt – Bundespolizei sucht Zeugen!

Marburg (ots) – Eine Zugbegleiterin soll gestern Abend (30.11. / 21:50 Uhr) in
der Regionalbahn 244420, auf der Fahrt von Gießen in Richtung Marburg, sexuell
belästigt worden sein. Vorausgegangen war eine Fahrscheinkontrolle bei einer
dreiköpfigen, männlichen Personengruppe. Da keiner der drei Männer einen
Fahrschein vorzeigen konnte, wollte die Zugbegleiterin die Daten der
Personengruppe aufnehmen. Dabei soll einer von ihnen versucht haben, ihr den
Ausweis aus der Hand zu reißen. Dabei soll er ihr mit beiden Händen an die
Brüste gefasst haben. Einer der anderen Männer soll die Zugbegleiterin zudem
beleidigt haben. Bei Halt im Bahnhof Marburg verständigte die Zugbegleiterin die
Bundespolizei. Eine Streife des Bundespolizeireviers Gießen konnte einen der
drei Männer nach Zeugenhinweisen festnehmen. Die beiden anderen Männer
flüchteten zuvor in unbekannte Richtung. Für weitere polizeiliche Maßnahmen
musste der 20-jährige Mann aus Neustadt die Beamten zum Revier begleiten. Nach
Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen kam der Mann wieder frei.

Zeugen gesucht! Die weiteren Ermittlungen führt die Bundespolizeiinspektion
Kassel.

Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr.
0561 81616-0 oder über www.bundespolizei.de zu melden.

Diebstahl im Zug – Bundespolizei sucht Zeugen

Marburg (ots) – Eine 86-jährige Frau aus Bonn wurde gestern Abend (30.11. /
18:33 Uhr) Opfer eines Diebstahls in der Hessischen Landesbahn 24415 auf der
Fahrt von Kassel in Richtung Frankfurt a.M. Die 86-Jährige gab an, dass ihre
Jacke samt Geldbörse aus dem Ablagefach oberhalb ihres Sitzplatzes entwendet
wurde. Kurz vor Halt im Bahnhof Marburg stellte sie den Diebstahl fest. In der
Geldbörse befanden sich neben persönlichen Dokumenten auch 300 Euro Bargeld. Die
Schadenshöhe wird auf 1000 Euro geschätzt.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wer Angaben zu dem Fall oder Täter machen kann, wird gebeten, sich bei der
Bundespolizeiinspektion Kassel unter der Tel.-Nr. 0561-816160 oder über
www.bundespolizei.de zu melden.

Marburg: Betrüger erfolgreich- Polizei verhindert zweite Übergabe und sucht Zeugen

Betrüger schafften es mit ihren gewieften Tricks und der geschickten Gesprächsführung, eine ältere Marburgerin davon zu überzeugen, Gold und Bargeld zu übergeben. Erste Anrufe erhielt sie am Dienstag, 28. November. Im Verlauf der folgenden Stunden gaben sich mehrere Betrüger am Telefon als Polizisten oder Staatsanwalt aus und berichteten, dass sie in der Nähe vom Wohnort der Seniorin eine Bande festgenommen hätten. Bei dieser Bande wäre ein Zettel mit ihrer Adresse gefunden worden, weshalb es nun nötig wäre, die Wertsachen von ihr abzuholen und damit zu schützen. Diese Verfahrensweise untermauerten die Betrüger mit der Behauptung, dass zu der Bande auch ein korrupter Bankmitarbeiter gehören würde, der die Schließfächer und Konten der Bankkunden leerräumen wird um damit die Flucht der Bande zu finanzieren. Aus ihrem Schließfach holte die Frau daraufhin Gold im Wert von etwa 15.000 Euro und übergab es einem Mann, der es gegen 15 Uhr in der Willy-Mock-Straße abholte. Sein Alter schätzte die Seniorin auf Ende 20, zudem ist er wohl 175 bis 180cm groß und schlank. Er trug ein schwarzes Kapuzenoberteil mit aufgesetzter Kapuze, darüber eine weiße Steppjacke. Nähere Beschreibungen liegen nicht vor. Möglicherweise war der Mann mit einem Auto unterwegs, das er in der Nähe parkte. Zu dieser Person bittet die Kriminalpolizei dringend um Zeugenhinweise (Telefonnummer 06421/4060)! Mit dem Gold gaben sich die Betrüger jedoch nicht zufrieden und kontaktierten die Seniorin erneut, so dass diese am Mittwoch über 14.000 Euro von ihrem Konto abholte und bereits anweisungsgemäß für die Betrüger verpackt hatte, als die Polizei ins Spiel kam. Durch einen Hinweis waren sie auf einen möglicherweise gerade laufenden Betrug aufmerksam geworden. Die uniformierten Beamten mussten sich zunächst bemühen, die Frau von ihrer „Echtheit“ zu überzeugen, da die Betrüger sie wohl derart „eingelullt“ hatten, dass die Verunsicherung der Frau groß war. Schließlich gelang es den Beamten aber und sie konnten die zweite, bereits geplante Übergabe verhindern.

Dieser Fall zeigt wieder eindrücklich, wie professionell die Betrüger sind: Das normale Arbeiten der echten Polizei wird durch die Opfer angezweifelt, während Handlungen und Forderungen, die für deutsche Behörden völlig abstrus sind, als legitimiert angesehen werden. Daher nochmal in aller Deutlichkeit: Die Polizei und Staatsanwaltschaft wird niemals Geld oder Wertsachen abholen um sie „sicher zu verwahren“! Telefonische oder persönlich gestellte Fragen von Fremden nach dem eigenen Vermögensstand oder nach verfügbaren Wertsachen sollten immer zum sofortigen Ende eines Gesprächs führen!

Der Fall zeigt aber auch, dass noch immer zu viele Menschen die Maschen der Betrüger nicht kennen oder unterschätzten. Die in diesem Fall genutzte Masche ist seit Jahren bekannt und wird nur erfolglos, wenn Menschen mehr darüber sprechen und sich dagegen wappnen. Informieren Sie Verwandte, Freunde und Nachbarn über die gängigen Tricks und Maschen und überlegen Sie sich Handlungsleitfäden, die für Sie in einem solchen Moment hilfreich wären. Das kann ein Zettel am Telefon mit einer Warnung/ Erinnerung sein oder die Abstimmung mit dem eigenen Kind oder Enkelkind, das große Summen nur nach vorheriger Absprache miteinander von der Bank abgeholt werden. Wichtig dabei ist, dass diese Leitfäden in einer absoluten Stresssituation umsetzbar sind.

Marburg: Bus touchiert und weggefahren

An der Bushaltestelle Sonnenblickallee in der Straße Am Richtsberg touchierte am Mittwoch, 29. November, ein unbekannter Autofahrer einen Linienbus und fuhr anschließend davon. Gegen 14.55 Uhr scherte der Bus von der Bushaltestelle aus um wieder in den fließenden Verkehr in Richtung Eisenacher Weg zu gelangen. Vermutlich beabsichtigte der unbekannte, sich von hinten annähernde Fahrer, den Bus noch zu überholen. Dazu setzte er auch an, brach aber das Überholen aufgrund eines entgegenkommenden Autos ab und versuchte, wieder hinten dem Bus einzuscheren. Dabei kam es zur Kollision mit dem Bus. Der Unbekannte wendete daraufhin seinen PKW und fuhr in die entgegengesetzte Richtung davon. Es handelte sich bei dem Auto um einen schwarzen PKW, eventuell einen VW, in dem zwei Männer saßen. Beide waren dunkelhäutig und etwa 30 Jahre alt, einer trug eine beigefarbene Kappe. Am Bus entstand ein Schaden in Höhe von etwa 1.500 Euro. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Marburger Polizei zu melden (Telefonnummer 06421/4060).

Kirchhain: Riskanter Überholversuch am Bahnübergang – Fahrer vom entgegenkommenden Auto als Zeuge gesucht

Am Bahnübergang an der B62 zwischen Amöneburg und Kirchhain Ost kam es am Mittwoch, 29. November, gegen 17.25 Uhr zu einem Unfall zwischen einem Rettungswagen und einem Porsche. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 80-jährige Porschefahrer aus dem Lahn-Dill-Kreis wohl in Höhe des Bahnübergangs den vorausfahrenden Rettungswagen überholen wollen und war dafür bereits nach links ausgeschert. Aufgrund eines entgegenkommenden Autos brach er das Vorhaben aber ab und fuhr nach rechts, um wieder hinten den Rettungswagen zu gelangen. Dabei kam es zur seitlichen Kollision der beiden Fahrzeuge, wodurch ein insgesamt etwa 6.000 Euro hoher Schaden entstand. Der Porsche-Fahrer sowie die beiden Insassen im Rettungswagen im Alter von 43 und 59 Jahren blieben unverletzt, im Rettungswagen befand sich zum Unfallzeitpunkt kein Patient. Für die andauernden Ermittlungen sucht die Polizei nun den Fahrer, der dem Rettungswagen beziehungsweise Porsche entgegenkam (Telefonnummer der Polizei Stadtallendorf: 06428/93050).

Marburg: Erst aufgefahren, dann weggefahren

Nach einem Unfall in der Neue Kasseler Straße/ Ginseldorfer Weg entfernte sich am Donnerstag, 30. November, ein unbekannter Mini-Fahrer unerlaubt. Gegen 17.50 Uhr fuhr der Unbekannte bisherigen Erkenntnissen zufolge auf einen an der roten Ampel stehenden Mercedes auf, den ein 33-jähriger Marburger fuhr. Der Anstoß schob den Mercedes an einen davorstehenden Fiat, an dem dadurch wohl aber kein Schaden entstand. Die beiden Fiat-Insassen, eine 20-jährige Fahrerin aus Marburg und ein 21-jähriger Marburger, sowie der Mercedes-Fahrer blieben unverletzt. Den Schaden am Mercedes schätzten die Beamten auf 1.500 Euro. Der zum jetzigen Zeitpunkt als Unfallverursacher geltende Unbekannte fuhr in Richtung Ginseldorfer Weg davon, ohne sich für eine Schadensregulierung zur Verfügung zu stellen. Bekannt ist nur, dass es sich um einen silberfarbenen Mini handelte, der vermutlich im Frontbereich beschädigt ist. Hinweise zum Mini oder zum Fahrer bitte an die Polizei in Marburg, Telefonnummer 06421/4060.