Neustadt: „1832. Das Fest der Demokratie“ vom 23. bis 26. Mai 2024

Neustadt an der Weinstraße – Vom 23. bis 26. Mai laden die Stadt Neustadt an der Weinstraße und das Hambacher Schloss zum zweiten Demokratiefest ein. „1832. Das Fest der Demokratie“ findet unter dem diesjährigen Motto „Europa – gelebte Solidarität“ auf dem Marktplatz und dem Schloss statt.

Zu den Programm-Höhepunkten gehören Auftritte von Gringo Mayer, den Anonyme Giddarischde, Cris Cosmo sowie den Schönen Mannheims, Treffpunkt-Formate mit Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Wissenschaft und Sport sowie zahlreiche Mitmachaktionen für alle Generationen.

„Das hochkarätige Musik-, Kultur- und Informationsangebot soll zur Begegnung, Diskussion und aktiven Teilnahme anregen.“

OBERBÜRGERMEISTER MARC WEIGEL UND SCHLOSSMANAGERIN ULRIKE DITTRICH

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf beste Unterhaltung freuen, während gemeinsam ein starkes Zeichen für die Demokratie gesetzt wird. Dazu gehört auch die feierliche Verleihung des Hambacher Freiheitspreises: Eine Jury hat die russische Menschenrechtlerin Dr. Irina Scherbakowa zur Preisträgerin gekürt.

Zu den Programm-Höhepunkten gehören:

Donnerstag, 23. Mai

  • „Hambacher Gespräch“ im Hambacher Schloss zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes mit dem rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling sowie dem früheren Richter am Bundesverfassungsgericht Udo Di Fabio

Freitag, 24. Mai

Samstag, 25. Mai

  • Frühschoppen mit den Anonyme Giddarischde auf der Marktplatz-Bühne
  • Konzert mit Cris Cosmo (Pop) sowie Gringo Mayer (Pfälzer Blues-Rock) auf der Marktplatz-Bühne (abends)

Sonntag, 26. Mai:

  • Ökumenischer Gottesdienst auf dem Marktplatz
  • Satiriker und Publizist Florian Schroeder beim „Treffpunkt“-Format, Hambacher Schloss
  • Konzert mit den „Schönen Mannheims“, Hambacher Schloss
  • „1, 2 oder 3″-Show zum Mitraten für Kinder, Hambacher Schloss
  • Bestsellerautor und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber: „Wie ich trotz schlechter Nachrichten optimistisch bleibe“, Casimirianum

Außerdem dürfen sich Kinder und Jugendliche auf eine „Kids-Area“ auf dem Juliusplatz freuen, die Neustadter Partnerstädte stellen sich vor und es ist eine Mitmach-Meile von verschiedensten Institutionen in der Laustergasse geplant.

Bei den unterschiedlichen „Treffpunkt“-Formaten werden unter anderem der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Michael Sommer, mit dem Publikum über aktuelle Themen diskutieren.

Bereits in den Tagen zuvor finden in der „Woche der Demokratie“ Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen zur Neustadter Geschichte und zur Demokratiebewegung in der Pfalz statt, beispielsweise zu Pfarrer Heinrich Hochdörfer, einem Redner des Hambacher Fests.

Viele weitere Programmpunkte sind in der Planung. Aktiv daran beteiligen sich Akteure des kürzlich von der Stadt initiiertenBündnisses für Demokratie, dem die Stiftung Hambacher Schloss, die Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung, Kirche, Soziales und Umweltschutz angehören.

Ins Leben gerufen wurde das Bündnis angesichts der vielfältigen Krisen in der Welt sowie des zunehmenden Populismus, des politischen Extremismus und der verbalen Verrohung. Es soll deutlich gemacht werden, dass Neustadt an der Weinstraße gemeinsam für die Demokratie eintritt und zu Recht „Demokratiestadt“ ist. Das Demokratiefest ist hierbei ein wichtiger Baustein.

„1832. Das Fest der Demokratie“ wird mit Blick auf das 200. Jubiläum des Hambacher Fests im Jahr 2032 alle zwei Jahre gefeiert. 2022 fand es zum ersten Mal statt. Stets thematisiert wird das historische Ereignis selbst: Im Mai 1832 versammelten sich viele Tausend Menschen am Schloss und forderten unter anderem Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Einheit Deutschlands und Europas. Erstmals bei einer Großveranstaltung wurde die schwarz-rot-goldene Fahne gehisst.

Fahnenträger war der Neustadter Kaufmann Johann Philipp Abresch. Nach ihm ist der Johann-Philipp-Abresch-Preis benannt, den die Stadt in diesem Jahr dem Verein für Bildung und Integration verleiht. Der Preis würdigt besonderes Engagement für die Demokratie. Dazu gehört die vom Verein geförderte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund.

Anlässlich des Demokratiefests ebenfalls verliehen wird der „Hambacher Freiheitspreis 1832“. Mit ihm wird Irina Scherbakowa geehrt. Sie ist Gründungsmitglied der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und gilt als bekanntes Sprachrohr der Freiheitsbewegung in Russland.